Gerade für kleinere Lebensmittelläden stellten flexible Öffnungszeiten und völlige Niederlassungsfreiheit eine ernsthafte Bedrohung für ihre wirtschaftliche Existenz dar.Die Nahversorgung der lokalen Bevölkerung mit Lebensmitteln sei neben funktionierenden Infrastrukturen Voraussetzung für einen lebendigen und attraktiven ländlichen Raum, gerade in abwanderungsgefährdeten Gebieten. Und genau diese sei nun in Gefahr. „Die Liberalisierungsmaßnahmen erhöhen den Wettbewerbsdruck im Handelssektor und führen zur Schließung der kleineren Geschäfte in der Peripherie. Die Beschäftigung und Wertschöpfung verlagern sich dadurch in Richtung der großen Ballungszentren und Städte“, so Josef Unterrainer, Obmann der NaveS. „Die Förderung des ländlichen Raums als Lebens- und Wirtschaftsraum ist völlig zurecht eine politische Priorität in unserem Land. Die Landespolitik sollte deshalb alles daran setzen, die Nahversorgung in der Peripherie auch für die Zukunft sicherzustellen“.NaveS wurde 2011 als erste landesweite Konsumgenossenschaft gegründet, um dem Aussterben der klassischen Dorfläden entgegenzuwirken.Die erste Filiale wurde in Vahrn eröffnet, eine weitere in Pichl/Gsies ist geplant.