„Vermiglio“, „Joe der Film“ oder der „Bozen-Krimi“: Südtirols Filmproduzenten konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge einfahren. Die Branche ist längst nicht mehr nur aus kultureller Sicht eine Bereicherung, sondern entwickelt sich zunehmend auch zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor.<BR /><BR />„Wird in Südtirol ein Film produziert, entsteht eine beachtliche lokale Wertschöpfung – davon profitieren nicht nur die Produktionsfirmen, sondern ebenso Technikdienstleister, Caterer sowie Hotel- und Gastronomiebetriebe“, erklärt Markus Frings, Präsident der Fachgruppe Film im Wirtschaftsverband hds.<BR /><BR />Viele Projekte werden dabei von der IDM-Filmförderung finanziell unterstützt. Allein dieses Jahr waren es 35. Die daraus resultierende Wertschöpfung übersteigt die reine Fördersumme deutlich. „Seit Einführung der Filmförderung sind insgesamt 93,2 Millionen Euro durch Produktionen ins Land geflossen – das sind rund 211 Prozent mehr als die ursprünglichen Fördermittel“, erklärt Wirtschaftslandesrat Marco Galateo.<h3> Neue Zwischenfinanzierung</h3>Um Filmschaffenden künftig noch mehr finanzielle Planungssicherheit zu geben, wurde ein neues Finanzierungsmodell auf den Weg gebracht. Mitglieder der Fachgruppe können bei der Investitionsbank Mediocredito bereits zu Produktionsbeginn eine zweckgebundene Überbrückungsfinanzierung beantragen und diese nach Projektabschluss den erworbenen Tax Credit (Steuergutschrift für Filmproduktionen) abtreten. <BR /><BR />„Das verschafft vielen Unternehmen dringend benötigte Liquidität – gerade zu Beginn einer Produktion, wenn die höchsten Kosten anfallen“, sagt Frings. Und: Es schafft auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Standorten. <BR /><BR />„Für unsere Bank stellt dieses neue, ausschließlich der Filmindustrie gewidmete Produkt einen wichtigen Beitrag zur Kulturförderung und eine konkrete Unterstützung für den kreativen Sektor dar“, sagt Paul Gasser, Präsident des Exekutivkomitees von Mediocredito.