Mittwoch, 23. Oktober 2019

Neue RAS-Senderstandorte in Schalders und Lajen in Betrieb

Die Zeit ohne Mobilfunkabdeckung in Schalders ist seit Dienstag beendet: Die ersten Mitbenutzer haben ihre Sendeanlagen in den neuen Bauwerken mit bis zu 42,5 Meter hohen Sendemasten bereits in Betrieb genommen.

Wurde am Dienstag seiner Bestimmung übergeben: Der neue Sendeturm von Schalders.
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Wurde am Dienstag seiner Bestimmung übergeben: Der neue Sendeturm von Schalders. - Foto: © LPA/RAS

An den beiden gemeinsamen Sendestandorten in Schalders und Lajen sollen die gesamten öffentlichen und privaten Hörfunk- und Fernsehdienste, öffentliche Funkdienste sowie alle Mobilfunk- und Breitbanddienste untergebracht werden. Für die Datenübertragung wurde der Senderstandort an das Glasfasernetz des Landes angeschlossen.

Am Mittwoch wurden die Sendeanlagen ihrer Bestimmung übergeben.

Gemeinsame Nutzung, weniger Masten

Ein Sendemast für alle öffentlich-rechtlichen und privaten Kommunikationsdienste über die sendetechnischen auch weitere Vorteile, sagte Landesrat Thomas Widmann: „Durch gemeinsame Sendeanlagen für mehrere Betreiber erübrigen sich zahlreiche einzelne Sendemasten. Also entstehen nicht nur weniger Anlagen, sondern wir bestimmen auch, wo wir sie errichten.“

Die Landesregierung fördert die gemeinsame Nutzung, die auch vom EU-Parlament angestrebt wird. Das Konzept sei italienweit einzigartig.

Für private Anbieter seien aufwändige Anlagen in entlegenen, schwach besiedelten Gebieten nicht rentabel. „Daher übernehmen Land und RAS den Bau der Infrastrukturen. Die interessierten Betreiber können sie dann als Untermieter nutzen“, sagte der Landesrat.

Nicht zu unterschätzen sei auch die Bedeutung der Funk-, Mobilfunk- und Breitbanddienste für die Lebens- und Arbeitsqualität in ländlichen und strukturschwachen Gebieten.

87 RAS-Anlagen in 23 Jahren

RAS-Präsident Peter Silbernagl verwies darauf, dass die RAS seit 23 Jahren konsequent das Prinzip gemeinsamer Sendestandorte verfolgt: „Mit ihrer Errichtung versuchen wir, mit der technologischen Entwicklung Schritt halten, ohne die lokalen Erfordernisse des Gesundheits- und Landschaftsschutzes sowie der Raumordnung aus den Augen zu verlieren“. Heute gebe es landesweit 87 Anlagen dieser Art.

Die neuen Anlagen in Schalders und Lajen wurden in 90 Tagen Bauzeit fertiggestellt. Mit einer Übertragungsreichweite von 35 Quadratkilometern (Schalders) und 37 Quadratkilometern (Lajen) können insgesamt 2406 Einwohner versorgt werden.

Mit Baukosten von 760.000 Euro wurde in Schalders ein 42,5 Meter hoher Gittermast aus feuerverzinktem Stahl mit einem Gesamtgewicht von 24 Tonnen errichtet. Auch der 30 Meter hohe Rundmast in Lajen ist aus feuerverzinktem Stahl und kommt auf ein Gesamtgewicht von 3 Tonnen.

lpa

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