Freitag, 07. Dezember 2018

Neue Schiedsordnung in der Handelskammer vorgestellt

Das Schiedsgericht der Handelskammer Bozen geht mit der Zeit und passt sich den laufenden Entwicklungen von Wirtschaft und Rechtsordnung an: Am Donnerstag wurde die neue, überarbeitete Schiedsordnung, die mit 1. Jänner 2019 in Kraft tritt, in der Handelskammer Bozen vorgestellt. Ziel der Reform ist es, den aktuellen Anforderungen, wie etwa der Digitalisierung und der Internationalisierung, gerecht zu werden.

Von links Ivo Morelato, Sekretär des Schiedsgerichts, Peter Hilpold, Universität Innsbruck, Carlotta Rinaldo, Universität Padua, Hubertus Schumacher, Universität Innsbruck, Christian Koller, Universität Wien und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer. - Foto: HK Bozen
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Von links Ivo Morelato, Sekretär des Schiedsgerichts, Peter Hilpold, Universität Innsbruck, Carlotta Rinaldo, Universität Padua, Hubertus Schumacher, Universität Innsbruck, Christian Koller, Universität Wien und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer. - Foto: HK Bozen

Im Jahr 1988 hat die Handelskammer das Schiedsgericht eingerichtet, mit dem Ziel den lokalen Unternehmen sowie den italienischen und ausländischen Wirtschaftstätigen eine effiziente Dienstleistung für Streitbeilegungen anzubieten. Es findet mittlerweile großen Zuspruch und bietet verschiedene Verfahren an, um Geschäftskonflikte schnell und kostengünstig zu lösen. Geregelt werden die Abläufe der Verfahren von der Schiedsordnung. Um sich den laufenden Veränderungen und Entwicklungen der Wirtschaftswelt anzupassen, wurde diese nun von einer internationalen Expertengruppe über einen Zeitraum von 2 Jahren gänzlich überarbeitet und kommt mit 1. Jänner 2019 zur Anwendung.

Tagung mit Experten von Universitäten im In- und Ausland 

Im Rahmen einer Tagung in der Handelskammer wurde am Donnerstag die neue Schiedsordnung vorgestellt und mit einem interessierten Publikum diskutiert. Nach einer Einführung von Seiten des Generalsekretärs der Handelskammer Bozen, Alfred Aberer und Ivo Morelato, dem Sekretär des Schiedsgerichts, nahmen Christian Koller von der Universität Wien, Carlotta Rinaldo von der Universität Padua und Hubertus Schumacher von der Universität Innsbruck zur neuen Schiedsordnung Stellung. Durch die Tagung führte Peter Hilpold von der Universität Innsbruck, der die Expertengruppe leitete, die sich mit der Ausarbeitung der neuen Schiedsordnung befasst hat.

Zahlreiche Neuheiten und Aktualisierungen

Die neue Schiedsordnung beinhaltet zahlreiche Neuheiten und Aktualisierungen. Zum Beispiel können die Parteien die Schiedsrichter nun frei bestimmen und die Verfahren sind in verschiedenen Sprachen möglich. Außerdem wurden die Verfahrensabläufe verstärkt digitalisiert und durch die Kürzung einiger Fristen beschleunigt.

„Das Ziel der Ausarbeitung der neuen Schiedsordnung war es, das Schiedsgericht der Handelskammer Bozen in Richtung international tätiger Schiedsstelle auszubauen. Außerdem war es wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben und den jüngsten Entwicklungen Rechnung zu tragen, wie etwa der elektronischen Abwicklung der Streitverfahren“, so Ivo Morelato.

stol

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