Dienstag, 14. Januar 2020

Neue Tourismuszonen nur dort, wo keine Zersiedelung droht

Seit Herbst liegen 50 neue, auf ganz Südtirol verteilte Tourismuszonen in der Warteschleife. Die Landesräte Maria Kuenzer (Landschaftsschutz) und Arnold Schuler (Tourismus) legen der Landesregierung am Dienstag einen Grundsatzbeschluss in dieser Sache vor, wie das Tagblatt „Dolomiten“ berichtet.

Wo dürfen in Südtirol in Zukunft noch neue Hotels entstehen? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Die Landesregierung versucht sich am Dienstag an einem Grundsatzbeschluss.
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Wo dürfen in Südtirol in Zukunft noch neue Hotels entstehen? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Die Landesregierung versucht sich am Dienstag an einem Grundsatzbeschluss. - Foto: © shutterstock

„Anhand von 3 Zonen in Wengen unterbreiten Landesrätin Kuenzer und ich der Landesregierung einen Grundsatzbeschluss als Leitplanke für die Behandlung aller weiteren Zonen“, sagt Landesrat Arnold Schuler. Die Tendenz ist dabei, neue Zonen in freier Landschaft nicht zu genehmigen, um Zersiedelung und Folgeprobleme mit Verkehrsaufkommen zu vermeiden.

Der Hunger nach Tourismuszonen ist in Südtirol nach wie vor ungestillt. Weil mit dem neuen Raumordnungsgesetz, das ursprünglich am 1. Jänner in Kraft treten sollte, keiner weiß, ob er auf der grünen Wiese oder in einem abgelegenen Wald noch ein Hotel bauen kann, wurden die Gemeinden mit Anträgen überschwemmt.

Über 50 Anträge aus 30 Gemeinden mit einer Gesamtfläche von 35 Hektar liegen beim Land in der Warteschleife – das entspricht der Fläche von 50 Fußballfeldern. Etwa 2 Drittel davon sind Ansuchen um gänzlich neue Zonen.

stol