Es gehe darum, die Abläufe der verschiedenen Prozesse am Bau so effizient wie möglich zu gestalten, um damit mögliche Verschwendungen zu reduzieren sowie die Kundenbedürfnisse gezielt im Auge zu behalten. Rund 50 Vertreter von Baufirmen, Planer und öffentliche Verwalter haben sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung, die das Kollegium der Bauunternehmer gemeinsam mit der Architektenkammer und dem Cluster Bau am TIS innovation park organisiert hat, mit diesem neuen Ansatz auseinandergesetzt Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der "lean construction" wurden dabei anhand von zwei konkreten Beispielen erörtert. Der schweizerische Baukonzern Implenia hat vor rund einem Jahr begonnen, bei zwei Pilotprojekten die Methode des Lean Construction einzusetzen."Die bisher erzielten Ergebnisse sind viel versprechend, so dass wir beschlossen haben, diesen Ansatz auch bei drei weiteren Projekten anzuwenden. Der Erfolg hängt nicht von der Größe eines Unternehmens ab, sondern vielmehr von dessen Einstellung und der Kultur der ständigen Verbesserung der Prozesse. Entscheidend ist zudem, dass die Inhaber und die Firmenleitung von der Methode überzeugt sind, so dass das schnittstellenoptimierte Bauen auch auf der Baustelle gelebt wird", erklärte Simon Lerch, technischer Koordinator bei Implenia.Auch das Unternehmen Frener&Reifer aus Brixen hat ein System zur Optimierung der Schnittstellen im Bauablauf entwickelt: Der Prototyp wurde als Excel Tool mit der Fraunhofer Italia Research KG und elf weiteren Südtiroler Unternehmen erarbeitet. "Dieses System erlaubt es, Materiallieferungen, Mitarbeiter und Maschinen bedarfsgerecht zu planen sowie Störungen frühzeitig zu erkennen und auszuschalten", so das Kollegium. Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung konnten sich bei einem Besuch der Baustelle des Krankenhauses Bozen ein Bild machen, wie dieses Excel Tool in der Praxis angewandt wird.