Der derzeitige Entwurf sieht eine Einmalzahlung von 55 Euro vor.<BR /><BR />Die Regierung Meloni arbeitet derzeit am Gesetzestext des neusten Stromdekrets („decreto bollette“). Darin enthalten sind mehrere Maßnahmen, die Haushalte und Kleinunternehmer im kommenden Jahr bei den Energiekosten entlasten sollen.<BR /><BR />Denn: Italien zählt weiterhin zu den teuersten Strommärkten Europas. Laut einer Erhebung des EU-Statistikamtes Eurostat liegen die Stromkosten für Haushaltskunden hierzulande rund 15 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Im ersten Halbjahr 2025 kostete eine Kilowattstunde im Schnitt 0,33 Cent. Noch teurer war der Strom nur in Deutschland (0,38 Cent), Belgien (0,36 Cent) und Dänemark (0,35 Cent).<h3>Einmalzahlung von 55 Euro</h3>Für einkommensschwache Haushalte plant die Regierung eine Einmalzahlung von 55 Euro. Anspruchsberechtigt sind Familien mit einem ISEE unter 15.000 Euro oder Familien mit vier Kindern und einem ISEE unter 20.000 Euro. Die Regierung schätzt, dass rund 4,5 Millionen Haushalte von der Maßnahme profitieren könnten. Die Kosten werden auf etwa 250 Millionen Euro geschätzt.<BR /><BR />Die Einmalzahlung lässt sich mit dem bereits existierenden „bonus sociale“ kombinieren, der Familien mit einem ISEE unter 9.530 Euro zugutekommt.<BR /><BR />Der Zuschuss soll ausschließlich für den Stromverbrauch der Hauptwohnung gelten und – sofern bestätigt – direkt über die Stromrechnung gutgeschrieben werden. Ein Antrag wäre demnach nicht erforderlich, vorausgesetzt, es liegt ein aktualisierter ISEE für 2026 vor.<h3> Kritik vom Verbraucherschutz</h3>Verbraucherschützer kritisieren die geplanten Maßnahmen: „Es ist richtig, die besonders schwachen Familien zu unterstützen, doch Bonuszahlungen können nicht der einzige Weg sein, um die Energiekosten der Italiener zu senken“, schreibt der Verbraucherschutzverband Codacons in einer Aussendung.