Freitag, 03. März 2017

Neues hds-Projekt: „store again“

Der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) möchte leere Geschäftslokale wieder mit Leben füllen. Die Bozner Freiheitsstraße wurde als Pilotprojekt gewählt.

Der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) möchte leere Geschäftslokale wieder mit Leben füllen.
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Der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) möchte leere Geschäftslokale wieder mit Leben füllen. - Foto: © shutterstock

„Es geht darum, mit neuen Geschäftsmodellen neue Möglichkeiten für den Handel zu schaffen und somit dieses natürliche Einkaufszentrum mit seinen rund 70 Betrieben aufzuwerten und zu beleben“, erklärte Pietro Perez, hds-Verantwortlicher für Bozen, in einer Aussendung.

“temporary shop” und “shop sharing”

Das Projekt sieht vor allem die Modelle „temporary shop“ und „shop sharing“ vor, damit leerstehende Lokale in absehbarer Zeit wieder geöffnet werden sollen: entweder für eine begrenzte Zeit (höchstens 30 Tage) oder mit einer gemeinsamen Nutzung der zur Verfügung stehende Fläche für 2 oder mehrere Anbieter.

Testen der Geschäftsidee

„Mit dem temporary shop bieten wir die Möglichkeit, Interessierten kostenlos oder zu günstigen Konditionen eine Unternehmenstätigkeit zu beginnen und sozusagen ihre Geschäftsideen zu testen. Mit dem shop sharing hingegen können interessante Synergien zwischen verschiedenen Anbietern in einem Geschäftslokal geschaffen werden, was zu einer höheren Frequenz im Lokal sorgen kann. Zudem können Kosten geteilt werden“, fasst Perez das Konzept zusammen.

Die Zuteilung der Lokale soll über ein Auswahlverfahren erfolgen. Eine eigens dafür vorgesehene Kommission wird die besten Ideen und Vorschläge bewerten.

Studienreise in Deutschland

Voraussetzung für das Starten dieser Initiative ist laut hds die enge Zusammenarbeit mit allen Akteuren, in erster Linie mit den Immobilienbesitzern.

Der hds hat in den letzten Wochen eine Reihe ähnlicher Projekte in vergleichbaren Realitäten im deutschsprachigem Raum und in Italien besucht, wo in kurzer Zeit Leerstände reduziert werden konnten.

„Dieses Pilotprojekt, das in Zusammenarbeit mit der Vereinigung IN CORSO und der Gemeinde Bozen durchgeführt wird, dient dazu, erste Erfahrungen zu sammeln, um dann die Initiative auch in den anderen Einkaufsstraßen und Viertel der Stadt sowie in anderen Südtiroler Orten umzusetzen“, so Perez abschließend.

stol

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