Sonntag, 12. Juli 2015

Neues Hellas-Paket für bis zu 86 Mrd. Euro

Der Finanzbedarf Griechenlands in einem dritten Hilfsprogramm ist laut einem Dokument der Eurogruppe höher als bisher angenommen. Der Bedarf liege zwischen 82 und 86 Mrd. Euro, berichtet Reuters mit Verweis auf ein Papier, das laut Vertretern der Euro-Zone den Staats- und Regierungschefs der Währungsunion am Sonntag zur Beratung vorgelegt wurde.

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In einer früheren Version waren 74 Mrd. Euro genannt worden.

Der kurzfristige Finanzbedarf bis zum 20. Juli wird bei 7 Mrd. Euro gesehen, bis Mitte August seien weitere 5 Milliarden notwendig.

Zudem sollen 10 Mrd. Euro zur Stabilisierung des griechischen Bankensektors über ein ESM-Konto zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt wird zur Rekapitalisierung der griechischen Banken eine Summe von bis zu 25 Mrd. Euro veranschlagt.

Voraussetzung für ein drittes Hilfsprogramm sei die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Nach griechischen Angaben werden Regierungschef Alexis Tsipras, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk in der derzeitigen Sitzungspause in Brüssel zu einem Gespräch zusammenkommen.

apa/dpa

stol