Das Imperium des Tiroler Immobilieninvestors und seiner Unternehmensgruppe Signa wächst weiter und weist derzeit ein Volumen von rund 4,5 Mrd. Euro auf. Heuer bereits 700 Millionen investiertWährend andere in der Branche zu kämpfen hätten, habe er 2010 bereits 700 Mio. Euro in Immobilien investiert, sagte Benko am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz der APA. Anlass war die Eröffnung des neuen „Stadtteilzentrums west“ in Innsbruck-Hötting, an dessen Realisierung der 33-Jährige ebenfalls beteiligt war.Der Immobilienmarkt habe weltweit eine schwierige Phase durchgemacht, dagegen sei die Situation in Österreich immer recht stabil geblieben. Er setze auf nachhaltige Projekte in besonderen Lagen mit herausragender Architektur. Diese hätten stets gute Chancen, sich zu behaupten. „Das war meine Investitionsstrategie, darum waren wir eine der wenigen Ausnahmen in Europa, die in der Krise weiter wachsen konnten“, erklärte der 33-Jährige seinen Erfolg.Benko prophezeit Aufschwung in OsteuropaHeuer betrug das Investitionsvolumen bisher rund 700 Mio. Euro, im gesamten Vorjahr waren es rund 500 Mio. Euro. Auch für den Markt in Osteuropa, aus dem sich Benko noch vor der Krise zurückgezogen hatte, sieht der 33-Jährige eine Zukunft: „Osteuropa wurde von der Krise etwas härter getroffen, wird sich aber auch etwas schneller wieder erholen. Wir werden dort wieder investieren“, kündigte Benko an. „In ein bis zwei Jahren könnte es wieder aufwärtsgehen“, so seine Prognose. Man beobachte derzeit die Lage.Übernahmen von Kaufhaus Tyrol und Immobilien in Wien Benko machte sich in Österreich mit der Übernahme von prominenten Objekten in der Wiener Innenstadt und dem Erwerb des IZD-Towers für 212,25 Mio. Euro durch die Signa-Holding im Mai 2010 einen Namen. Auch in seiner Heimat Tirol ist der 33-Jährige sehr aktiv. In Innsbruck ist Benko am innerstädtischen Kaufhaus Tyrol und am Einkaufszentrum „west“ beteiligt, das am 20. Oktober eröffnet werden soll. Er halte weiter Ausschau nach interessanten Objekten, da er als Tiroler Unternehmer viel von Innsbruck halte. Derzeit gebe es jedoch nichts Konkretes zu berichten, sagte Benko.15.000 Quadratmeter HandelsflächeDas „west“, das neben dem Einkaufszentrum mit rund 15.000 Quadratmetern Handelsfläche auch Innsbrucks fünftes öffentliches Gymnasium beherbergen wird, war laut dem Investor eine „Herausforderung“. „Die neuartige Kombination von Schule und Nahversorgung wurde in dieser Form noch nie realisiert“, sagte Benko, der gemeinsam mit Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) auf die vielen Widerstände gegen das Projekt hinwies. „Es brauchte viel Überzeugungsarbeit“, betonte Oppitz-Plörer. Rund 350 Menschen sollen im „west“ Arbeit finden, rund 1.000 Personen waren während der 31 Monaten Bauzeit dort beschäftigt. apa/kls