<BR />Ein Rundum-sorglos-Urlaubspaket aus einer Hand: Was große internationale Reiseveranstalter seit Jahren erfolgreich praktizieren, wagen nun auch Südtirols Touristiker. Mit „Sky Alps Holidays“, einem Joint Venture aus HGV, Sky Alps und Falk Tours, entsteht eine neue Plattform, über welche sich Unterkunft, Flug und Transfer für den Südtirol-Urlaub buchen lassen. Der Start ist für Herbst geplant.<BR /><BR />Gerade vor dem Hintergrund, dass die Bozner Fluggesellschaft künftig größere Drehkreuze wie Paris oder Frankfurt anfliegen will, öffnet sich für Südtirols Tourismus das Tor zu einem deutlich größeren internationalen Markt. Um ein Mehr an Gästen solle es dabei jedoch nicht gehen, betont Klaus Berger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbands (HGV). <h3> Gäste sollen länger verweilen</h3>Vielmehr könne das Angebot ein Mehr an Qualität und Wertschöpfung bringen, sagt Berger: „Es geht nicht um zusätzliche Gäste, sondern um qualitativ hochwertigere Gäste, die also länger bleiben.“ Wer per Flug anreist, sei an fixe Termine gebunden und bleibe in der Regel länger im Land.<BR /><BR />Zum anderen lasse sich so die Mobilität der Urlauber innerhalb des Landes besser steuern, so der HGV-Präsident: Gäste würden nach ihrer Ankunft am Flughafen direkt zu ihrem Urlaubsort gebracht und nutzten dank der von den Hotels bereitgestellten Mobilcard während ihres Aufenthalts die öffentlichen Verkehrsmittel.<h3> Geringere Provision wie bei bekannten Konzernen</h3>Die Rollen im neuen Dreiergespann sind klar verteilt: „Sky Alps ist der Zubringer, der HGV bindet die Hotels ein und Falk Tours ist der Plattformverwalter“, erklärt Erich Falkensteiner, Geschäftsführer der Falkensteiner Tourism Group (FMTG). Die Unterkünfte stellen ihre Kontingente selbst ein und entscheiden eigenständig über die Preise. <BR /><BR />Wie viele Hotels sich ab Herbst beteiligen, ist noch offen. Derzeit laufe die Betriebsaquise, sagt Berger. „Uns ist wichtig, dass kleinere und größere Betriebe – Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, also das gesamte Angebot Südtirols – vertreten sind.“<BR /><BR />Finanziert wird die Plattform über ein Provisionsmodell: Pro Buchung geben Sky Alps und die Hotels einen gewissen Prozentsatz ab. Dieser liege jedoch ein Stück unter den üblichen Provisionen der großen internationalen Portale, bestätigten sowohl Berger als auch Falkensteiner. Konkrete Buchungsziele habe man sich für das laufende Jahr noch keine gesetzt: „Dass wir nicht sofort 100.000 Gäste kriegen, ist uns bewusst. Aber wir wollen klein anfangen und schauen, wie sich das Ganze entwickelt“, sagt Falkensteiner.