Freitag, 22. Mai 2020

HGV: Wichtige Maßnahmen für Neustart erreicht

Im Vorfeld zur Ausarbeitung des neuen staatlichen Dekretes für Hilfsmaßnahmen für in der Coronakrise geschädigte Betriebe haben der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) und die nationale Hoteliervereinigung Federalberghi zahlreiche Vorschläge zur Unterstützung der Tourismusbetriebe ausgearbeitet. Der HGV zeigt sich erfreut, dass einige davon umgesetzt wurden.

Die Leistungen aus dem Solidaritätsfond der Provinz Bozen für Tourismusbetriebe werden verlängert.
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Die Leistungen aus dem Solidaritätsfond der Provinz Bozen für Tourismusbetriebe werden verlängert. - Foto: © shutterstock
„Senator Dieter Steger ist es gelungen, einige für uns wichtige Vorschläge im Dekret Neustart erfolgreich zu verankern. Diese stellen eine wichtige Entlastung für unsere Betriebe und deren Mitarbeiter dar“, unterstreicht HGV-Präsident Manfred Pinzger.

Die Leistungen aus dem Solidaritätsfond der Provinz Bozen für Betriebe mit mehr als 5 Mitarbeitern und aus dem Sonderlohnausgleich für Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern werden weitere 9 Wochen mit einer Unterbrechung verlängert. Für den Tourismussektor in Südtirol konnte Senator Steger auf Vorschlag des HGV eine Sonderbestimmung im Dekret erwirken, wonach die weiteren 9 Wochen ohne Unterbrechung in Anspruch genommen werden können.

Weiters sind die Verlängerung des Arbeitslosengeldes, der Steuerbonus für Miete und Pachtzins und die Aussetzung des IRAP-Saldos 2019 auf Vorschläge des HGV und der Federalberghi zurückzuführen. Skeptischer sieht der HGV, so wie auch die staatliche Federalberghi, hingegen den Steuerbonus „Bonus vacanze“, der für Familien mit einem ISEE-Wert unter 40.000 Euro vorgesehen ist.

„Die Grundidee ist richtig, den Urlaub im Inland zu fördern. So wie die Maßnahme aber aufgelegt wurde, stellt sie für den Betrieb mehr Last als Hilfe dar. Vorgesehen ist, dass der Betrieb dem Gast eine entsprechende Ermäßigung gibt, die der Gastwirt dann als Steuerguthaben verrechnen kann. Das Problem ist dabei ein dreifaches: Dem Gastwirt fehlen dringend benötigte Einnahmen bei laufenden Kosten, er muss für den Staat in Vorleistung gehen und kann den vorgestreckten Bonus nur zeitverzögert mit zu bezahlenden Steuern kompensieren“, erklärt HGV-Direktor Thomas Gruber die Problematik.

stol

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