Montag, 23. Dezember 2019

Niedrige Zinsen fördern Geburtenrate

Niedrige Zinsen fördern nach Ansicht der britischen Notenbank die Geburtenrate. Im Durchschnitt würden bei einer Zinssenkung von einem Prozentpunkt 2 Prozent mehr Babys geboren, stellten 2 Analysten der Bank of England in einer Studie fest.

Weniger Zinsen – mehr Babys, das gilt zumindest für die Briten.
Weniger Zinsen – mehr Babys, das gilt zumindest für die Briten. - Foto: © shutterstock

Fergus Cumming und Lisa Dettling wollten in der Studie überprüfen, ob die Notenbank Einfluss auf die Entscheidung von Familien für oder gegen Kinder hat. So seien 2009 nach Zinssenkungen während der weltweiten Finanzkrise in Großbritannien 14.500 mehr Babys auf die Welt gekommen.

Die beiden Analysten hatten allerdings mit noch mehr gerechnet. Sie waren davon ausgegangen, dass pro Prozentpunkt Zinssenkung die Geburtenrate bei Familien, deren Hypotheken mit einem an die Zentralbank gekoppelten variablen Zinssatz versehen sind, um 5 Prozent steigt.

Im Gegensatz zu Großbritannien sei die Geburtenrate in den USA jedoch gefallen, erklärten die Experten. Das könnte ihrer Einschätzung nach damit zusammenhängen, dass Hypotheken in den USA eher festverzinslich vereinbart werden und nicht variabel sind.

apa/reuters