Samstag, 16. Dezember 2017

„Niki” machte 2016 noch Gewinn von 6,6 Millionen Euro

Die heimische Tochter der Pleitefluglinie Air Berlin, Niki, ist wegen der ebenfalls erfolgten Pleite derzeit in aller Munde.

Niki war solides Unternehmen Foto: APA (Symbolbild)
Niki war solides Unternehmen Foto: APA (Symbolbild)

Das Nachrichtenmagazin „profil” berichtet nun von einem satten Gewinn, den Niki noch im Vorjahr erwirtschaftet hat. Die 6,6 Mio. Euro mussten aber zur Gänze an die Mutter Air Berlin ausgeschüttet werden. Allerdings brachen Umsatz und Anlagevermögen ein.

Der Gewinn von 6,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 war einen ist eine Verdreifachung gegenüber 2015, als es einen Gewinn in Höhe von 2,2 Mio. Euro gab. „2016 erfolgte die Ausschüttung des kompletten Bilanzgewinns an die Eigentümer”, heißt es im Jahresabschluss.

Zudem reduzierte Niki der Bilanz zufolge die Schulden deutlich. Von 2015 auf 2016 sanken die Gesamtverbindlichkeiten von 50,3 auf 14,6 Mio. Euro. Die Bankschulden reduzierten sich auf null, weil die Airline Kredite tilgte, berichtet „profil”.

Der Umsatz ist im Vorjahr allerdings regelrecht eingebrochen - um 16 Prozent von 455 auf 383 Mio. Euro. Das Anlagevermögen war 2016 kaum noch vorhanden, obwohl es 2015 noch mit rund 48 Mio. Euro bilanziert wurde. Grund dafür ist, dass Flugzeuge und alle sonstigen Technikteile konzernintern verkauft wurden.

Die Forderungen belaufen sich demgegenüber auf 57,8 Mio. Euro. Davon entfallen 44,5 Millionen auf „verbundene Unternehmen”.

apa

stol