Dienstag, 09. Januar 2018

Niki plant zweites Insolvenzverfahren in Österreich

Nach dem Entscheid des Landgerichts Berlin zum Insolvenzstandort am Montag will die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki voraussichtlich bis Ende der Woche einen Antrag auf Eröffnung eines Sekundär-Insolvenzverfahrens in Österreich stellen. Das Gericht hatte entschieden, dass die Zuständigkeit für das Insolvenzverfahren nicht in Deutschland, sondern in Österreich liege.

Foto: APA
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Das Insolvenzverfahren in Österreich sei „ein wichtiger Schritt, um eine geordnete Abwicklung von Niki in Österreich zu gewährleisten”, sagte der vorläufige deutsche Niki-Insolvenzverwalter, Lucas F. Flöther, in einer Aussendung am Dienstag. Der geschlossene Kaufvertrag für den Niki-Geschäftsbetrieb soll laut Flöther kurzfristig über das österreichische Sekundär-Verfahren abgesichert werden. „Durch die Rechtsbeschwerde der Niki-Geschäftsführung gegen die Berliner Landgerichts-Entscheidung erlangt die Entscheidung keine Rechtskraft. Das vorläufige Insolvenzverfahren in Deutschland hat weiter Bestand”, betonte der Insolvenzverwalter.

Der britische Luftfahrtkonzern IAG hält indes trotz des juristischen Tauziehens um die Niki-Insolvenz am Kauf der Air-Berlin-Tochter fest. Die Konzerntochter Vueling sei weiter an der Fluggesellschaft interessiert und arbeite mit allen Beteiligten daran, den Kauf voranzutreiben, teilte IAG am Montag mit.

apa/ag.

stol