Montag, 24. August 2015

Noggler: Kritik ist „geradezu abstrus“

Die Umweltschutzgruppe Vinschgau habe keinen Grund, sich wegen einer Prüfung aller Alternativen bei der Umstellung der Vinschger Bahn auf erneuerbare Energien zu fürchten. Im Gegenteil: „Die Umweltschützer müssten sich über unseren Vorschlag sogar freuen", unterstreicht der SVP-Abgeordnete Josef Noggler.

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Foto: © D

Wie berichtet, hatten die beiden Landtagsabgeordneten Sepp Noggler und Albert Wurzer den Vorschlag gemacht, die Vinschger Bahn anstatt zu elektrifizieren, mit Wasserstoff zu betreiben. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau hatte dahingehend vor einem „Wasserstoff-Experiment“ gewarnt.

Am Montag konterte nun Sepp Noggler: „Wir sprechen zwar beim Bahnverkehr von einer recht jungen Anwendung der Wasserstoff-Technologie, aber von einem risikoreichen Experiment sind wir weit entfernt."

Zudem: Für die Umstellung auf Strom müsse die Vinschger Bahn über Monate komplett stillgelegt werden, „während ein Umstieg auf Wasserstoff Schritt für Schritt erfolgen könnte".

Es wird keine Zeit verloren

Insgesamt sei es geradezu abstrus, dass sich eine Umweltschutzgruppe gegen eine Initiative ausspreche, die alle Alternativen vor einer Entscheidung auf den Tisch bringen wolle.„Transparenz und Bürgerbeteiligung bedeutet eigentlich, dass öffentlich über alle Alternativen gesprochen wird und man erst dann entscheidet, zumal es deswegen bei der etwaigen Elektrifizierung zu keiner Zeitverzögerung kommt“, schreibt Noggler. „Möglicherweise ist sogar das Gegenteil der Fall."

stol