Donnerstag, 28. März 2019

NOI erweitert: Baumodul für Unternehmen eröffnet

Von Holz Pichler bis Microtec, von Endian bis R3 GIS - rund 25 Unternehmen arbeiten ab sofort im NOI Techpark Tür an Tür mit Forschungseinrichtungen, Universität und Start-ups. Das Gebäude der Klasse KlimaHaus Gold beherbergt neben den privaten Firmen die neue Meisterschule der Autonomen Provinz Bozen sowie Institute und die Klimakammer terraXcube von Eurac Research.

Der NOI Techpark beherbert nun auch Unternehmen. - Foto: Marco Parisi
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Der NOI Techpark beherbert nun auch Unternehmen. - Foto: Marco Parisi

„Mit dem heutigen Tag ist der NOI Techpark komplett. Neben der Freien Universität Bozen und den wichtigsten Südtiroler Forschungseinrichtungen haben wir nun einen Platz für die Unternehmen geschaffen, die als zentrale Komponente eines Technologieparks nicht fehlen dürfen“, verkündete Landeshauptmann Arno Kompatscher, der gemeinsam mit Landesrat Philipp Achammer am Donnerstag die Pressekonferenz eröffnete.

Forschung und Tests in rund 30 Labors

Im NOI Techpark arbeiten die 25 aufgenommenen Firmen gemeinsam an einem Ort mit Forschern von Eurac Research, der Uni Bozen, dem Versuchszentrum Laimburg, Fraunhofer Italia und der KlimaHaus Agentur. In rund 30 Labors können sie ihre Produkte testen und weiterentwickeln. Daneben steht ihnen das Know-How von Experten zur Verfügung sowie ein Umfeld von Gleichgesinnten, Start-ups und jungen Talenten.

Das neue Baumodul wurde im Februar nach 20 Monaten Bauzeit fertiggestellt. 

Auf einer Fläche von rund 9000 Quadratmetern sind bereits 21 Unternehmen eingezogen, weitere 4 Unternehmen kommen in den nächsten Wochen noch hinzu. Was sie alle gemeinsam haben: Sie betreiben Forschung und Entwicklung. Das Branchenspektrum ist dabei bunt gemischt – von traditionellen Südtiroler Betrieben wie Holz Pichler oder Weico Maschinenbau über ehemalige Start-ups aus dem Gründerzentrum des NOI bis hin zum weltweiten Marktführer für Scanner in der Holzindustrie Microtec.

„Wir haben uns für den NOI Techpark als Standort für unser Innovationsbüro entschieden, weil hier ein ganz besonderer Geist und eine Zukunftsweitsicht vorherrschen, die Kreativität fördern. Außerdem können wir hier in den Labors des NOI unsere Produkt-ideen frühzeitig auf Herz und Nieren prüfen – ein klarer Vorteil bei der Entwicklung neuer Lösungen“, so Michael Gilli, Geschäftsführer von Holz Pichler, eine der 25 aufgenommenen Firmen.

Forscher und Meister

Eines dieser Labors ist der terraXcube, der sich, ebenso wie das Eurac Institut für Alpine Notfallmedizin, im neuen Gebäude befindet und bereits im November 2018 vorgestellt wurde. Diese Forschungsinfrastruktur von Eurac Research kann die extremsten Klimabedingungen der Erde simulieren, mit dem Ziel, ihren Einfluss auf den Menschen, auf ökologische Prozesse und auf technische Produkte zu untersuchen. Nicht nur für Forscher, sondern auch für Unternehmen aus dem alpinen Sektor sind die Klimakammern des terraXcube ein wichtiger Bezugspunkt, um ihre Produkte unter den Wetterverhältnissen am Berg zu testen.

Um den Mix aus Unternehmen, Forschern und Studierenden im neuen Baumodul komplett zu machen, beherbergt dieses schließlich noch Räumlichkeiten zur Abhaltung von Meisterkursen und -prüfungen der Autonomen Provinz Bozen.

„Es war eine bedeutende Entscheidung der Landesregierung, die neue Meisterschule im NOI Techpark unterzubringen. Die Ausbildung der angehenden Meister – die höchste Qualifikationsstufe in den praktischen Berufen - findet hier in einem innovativen Umfeld statt. Die Meister erfahren hier ganz konkret, welche Möglichkeiten Südtirols Forschungs- und Entwicklungszentrale auch kleineren und mittleren Unternehmen aus Handwerk und Gastronomie bietet“, erklärte Landesrat Philipp Achammer im Zuge der Pressekonferenz.

Auch lvh-Präsident und erster Obermeister des Meisterbundes Martin Haller sieht die Ansiedlung der neuen Meisterschule im NOI Techpark als wichtigen Schritt, weil dadurch die oft gefühlten Barrieren der Innovation für Handwerker beseitigt würden.

stol

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