Dienstag, 26. November 2019

Nordtiroler Fahrverbote – Italien will das Thema in Brüssel ansprechen

Die italienische Verkehrs- und Infrastrukturministerin, Paola De Micheli, plant kommende Woche (2. Dezember) ein Treffen mit der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Dabei will De Micheli die Problematik der Nordtiroler Lkw-Fahrverbote und deren Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft ansprechen, berichtete der italienische Frächterverband Conftrasporto in einer Presseaussendung am Dienstag.

Die Nordtiroler Fahrverbote belasten  den Warentransport über den Brenner.
Die Nordtiroler Fahrverbote belasten den Warentransport über den Brenner. - Foto: © d

Conftrasporto hatte zuletzt Druck auf die italienische Verkehrsministerin für Initiativen auf europäischer Ebene gegen die Nordtiroler Fahrverbote gemacht. Angesichts der schweren Verkehrslage in den norditalienischen Regionen Ligurien und Piemont wegen der jüngsten Unwettern, die am Montag zur Schließung einiger Autobahnstrecken geführt haben, nehme der Druck der italienischen Frächter für eine Aufhebung der Nordtiroler Lkw-Fahrverbote zu, hieß es in der Conftrasporto-Mitteilung.

Der Vizepräsident des Verbands Paolo Uggé warnte, dass „einseitig ergriffene Maßnahmen“, wie die Nordtiroler Fahrverbote, den Warentransport über den Brenner schwer belasten. Italien drohe damit die Isolierung. Laut dem Frächterverband überqueren 70 Prozent der Warenströme zwischen Italien und dem Rest Europas die Alpen. 84 Prozent des Warentransports über die Alpen erfolge per Lkw.

apa