Sowohl in diesem als auch im nächsten Quartal werde die Wirtschaftsleistung der 17 Staaten mit der Gemeinschaftswährung voraussichtlich schrumpfen, heißt es im neuen Konjunkturausblick der Industrieländerorganisation. Erst ab dem zweiten Quartal 2012 sei wieder mit positiven Zahlen zu rechnen – und das auch nicht überall.Für die Euroländer zusammen rechnet die OECD mit einem Minus von 1,0 fürs vierte Quartal 2011 beziehungsweise Minus 0,4 Prozent für das erste Quartal 2012. „Die Situation der Weltwirtschaft hat sich seit dem Frühjahrsausblick der OECD deutlich verschlechtert“, kommentiert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ein Stillstand des Welthandels geht – vor allem in der Euro-Zone – einher mit einem allgemeinen Vertrauensschwund, was an den Kapitalmärkten eine hohe Nervosität auslöse. Insofern geht die OECD von einem „Durchwurstel-Szenario“ („Muddling through“) fürs kommende Jahr aus.„Um die Ansteckungsgefahr in der Eurozone einzudämmen, muss der Europäische Rettungsfonds erheblich aufgestockt und die Europäische Zentralbank mit einbezogen werden“, forderte Chef-Volkswirt Pier Carlo Padoan am Montag zur Vorstellung des Ausblicks in Paris. „Diese deutlich erhöhte Feuerkraft muss mit Reformen einhergehen, die fahrlässigem Verhalten entgegenwirken.“dpa