Das ist die Prognose des am Montag in der ruandischen Hauptstadt Kigali veröffentlichten „Wirtschaftsausblick Afrika 2014“, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jedes Jahr mit der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) und dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) herausgibt. Der Kontinent erweise sich weiterhin als „widerstandsfähig gegenüber globalem und regionalem Gegenwind“.Vor allem West- und Ostafrika bleiben dem Report zufolge im Aufwind. In vielen Ländern der Region erwarten die Experten eine Wachstumsrate von sechs bis sieben Prozent. Motor des Wachstums ist Nigeria, die mittlerweile stärkste Wirtschaft Afrikas. Das westafrikanische Land verdankt seine Einnahmen in erster Linie dem Öl. Positiv tun sich dank des boomenden Landwirtschaftssektors und verschiedener Industriezweige auch Äthiopien, Ruanda, Tansania, Uganda, die Elfenbeinküste und Sierra Leone hervor. Zudem sagt die OECD dem Krisenland Mali, das sich langsam von den Folgen eines Militärputsches und der zeitweisen Machtübernahme radikaler Islamisten erholt, ein robustes Wachstum voraus. Für die von einem religiös motivierten Bürgerkrieg zerrissene Zentralafrikanische Republik seien die Vorhersagen hingegen „unsicher“.Dank der allgemein guten Wirtschaftslage in Afrika ist laut OECD vielerorts ein Rückgang der Armut und eine Steigerung der Gesundheits- und Bildungsstandards zu verzeichnen. Dies gelte jedoch nicht für alle Länder des Kontinents – vor allem weil die soziale und wirtschaftliche Chancengleichheit nicht überall gewährleistet sei. dpa