„Wenn Europa sein Wohlstandsniveau halten will, muss es seine industrielle Basis erhalten und ausbauen“, schrieb Oettinger in einem Namensartikel im „Handelsblatt“ vom Montag.Eine zentrale Rolle komme dabei der Bezahlbarkeit von Energiepreisen und dem Faktor Energieeffizienz zu. „In zahlreichen Branchen sind die Preise für Energie und Rohstoffe längst wichtiger als Arbeitskosten“, schrieb Oettinger. Der Weltmarkt-Konkurrent USA stehe beispielsweise dank niedriger Energiepreise vor einer Reindustrialisierung.Oettinger verwies darauf, dass der Anteil der industriellen Wertschöpfung am Bruttoinlandsprodukt in der EU auf etwa 18 Prozent im Jahr 2010 von 22 Prozent zehn Jahr zuvor gesunken sei. Europa sollte daher darüber nachdenken, für das Jahr 2020 einen Industrie-Anteil von mindestens 20 Prozent zu einem seiner dauerhaften Kernziele zu machen. In Zukunft werde Strom für die Wirtschaft als Energiequelle „zum Maß aller Dinge“ werden.“apa/reuters