Sonntag, 19. Februar 2017

Opel-Übernahme: Noch keine schriftlichen Zusagen der Franzosen

Bei den Opel-Gesprächen zwischen dem französischem Autobauer PSA Peugeot-Citroën und der deutschen Bundesregierung gibt es noch keine wasserdichten Verpflichtungen der Franzosen, was Standorte und Arbeitsplätze bei Opel angeht. Schriftliche Zusagen aus Paris stünden noch aus, wie die dpa erfuhr.

Keine schriftlichen Zusagen gab es bisher in den Opel-Gesprächen.
Keine schriftlichen Zusagen gab es bisher in den Opel-Gesprächen. - Foto: © APA/DPA

Das deutsche Wirtschaftsministerium erklärte auf Anfrage, die Gespräche mit den Franzosen verliefen konstruktiv. Zuvor gab es Medienberichte, Peugeot habe bereits zugesichert, Opel bei einer Übernahme eigenständig weiterzuführen und alle deutschen Standorte zu erhalten.

Unklar ist auch, ob die Franzosen bereits nächsten Donnerstag Eckpunkte für die bevorstehende Übernahme des traditionsreichen deutschen Autoherstellers vorlegen. Zunächst will auch Großbritanniens Premierministerin Theresa May mit PSA-Vorstandschef Carlos Tavares beraten. Die Briten fürchten bei dem Deal um Standorte der Opel-Schwestermarke Vauxhall.

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist für Gespräche mit Tavares ebenfalls offen. Am Donnerstag fliegt Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) nach Paris, um mit ihrem Amtskollegen Michel Sapin auch über Opel zu reden.

apa/dpa

stol