Wie es nun weitergeht? Wir haben mit dem neuen Präsidenten der Ortler Skiarena, Paul Jakomet, gesprochen. <b>von Elmar Pichler Rolle</b><BR /><BR />Fast 29 Jahre stand Erich Pfeifer an der Spitze des Skiverbundes, der 15 kleine und mittlere Skigebiete im Westen (Schöneben-Haideralm, Sulden, Trafoi, Watles, Ski Arena Schnals, Pfelders, Meran 2000, Schwemmalm-Ulten, Vigiljoch), im Norden (Rosskopf, Ladurns), in der Mitte Südtirols (Reinswald, Rittnerhorn) sowie je eines in Tirol (Nauders) und Graubünden (Minschuns) umfasst. Fritz Raffeiner stand dem Suldner als Geschäftsführer fast ein Vierteljahrhundert zur Seite, noch ein wenig länger war Gottlieb Maas Aufsichtsrat.<BR /><BR />Vor einigen Wochen hatten sich die drei „OSA“-Urgesteine aus freien Stücken nicht mehr der Wahl zum Vorstand und Aufsichtsrat gestellt und damit bewusst einen Generationswechsel herbeigeführt.<BR /><BR />In Anwesenheit der stellvertretenden Landeshauptfrau Rosmarie Pamer, von Landesrat Luis Walcher und Handelskammer-Präsident Michl Ebner wurden Pfeifer, Raffeiner und Maas letzte Woche vom neuen Vorstand und allen Mitgliedsbetrieben bei einer Feier in der Kellerei Meran mit Dankesworten, Urkunden und Geschenken geehrt.<BR /><BR />Es ist in der Tat ihr Verdienst, dass die Ortler Skiarena besser dasteht denn je. Leicht ablesbar an Zahlen: 2014/15 wurden 6.500 Saisonkarten verkauft, im Vorjahr waren es 13.000. Dabei stand die Ortler Skiarena in ihrer Geschichte vor vielen Jahren mehrmals vor dem Aus, überlebte schließlich die Schließung der Skigebiete in Latsch und Maseben und mehrere andere Schicksalsschläge.<h3> „Der arme Vetter“ von Dolomiti Superski</h3>Für Erich Pfeifer war die Ortler Ski Arena nie wie der „kleine Bruder“ von Dolomiti Superski, sondern der „arme Vetter“. Nie wurde er müde zu wiederholen, dass kleine und mittlere Skigebiete fernab der Dolomiten einen schweren Stand haben. Bereits eine größere Revision könne existenzgefährdend sein. <BR /><BR />So konzentrierten sich Pfeifer als Präsident, der als freiberuflicher Sekretär agierende Raffeiner und der die Zahlen stets im Auge behaltende Maas auf die einheimischen Familien. Südtirolerinnen und Südtirolern eine relativ günstige Saisonkarte anzubieten, war und ist das Ziel der Ortler Skiarena. „Skifahren muss leistbar bleiben“, war stets das Credo. Damit wich man von der ursprünglichen Idee des Zusammenschlusses ab, nämlich vor allem Skiurlaubern Abwechslung zu bieten. <BR /><BR />Die Skigebiete der Ortler Skiarena hängen nicht zusammen und deshalb ist es kaum möglich, am gleichen Tag mehrere davon zu besuchen. Dafür ist für Einheimische wie Gäste landschaftliche Abwechslung gegeben und mitunter kann man sogar dem schlechten Wetter ausweichen, indem man einen anderen Landesteil auswählt. <BR /><BR />Neuer Präsident der Ortler Skiarena ist Paul Jakomet, Geschäftsführer in Meran 2000, Hannes Kneissl aus Pfelders ist Geschäftsführer. Mit den Doppelfunktionen bleibt die Verwaltung weiter schlank. Dennoch soll es Neuerungen geben, über die man derzeit aber noch nichts sagen möchte.<h3> 3 Fragen an Paul Jakomet</h3><b>Sind der neue Präsident und Vorstand zuversichtlich im Hinblick auf die neue Wintersaison?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Paul Jakomet: Auf drei Urgesteine lässt sich gut bauen. Ja, wir sind bereit und zuversichtlich. Die Saison beginnt am 1. November und endet im Mai.<BR /><BR /><b>Wie sieht es mit den Preisen aus?</b><BR />Jakomet: Sie steigen um drei Prozent, davon ausgenommen sind Kinder. Die Saisonkarte der Ortler Ski Arena ist sechs Monate lang gültig und auch deshalb im Vergleich sehr günstig. <BR /><BR /><b>Gibt es neue Ideen oder Pläne?</b><BR />Jakomet: Ja, die gibt es. Wir haben uns damit auch in einem Workshop befasst und haben erfreut festgestellt, dass es dazu große Übereinstimmung unter allen Mitgliedern gibt. Aber jetzt gilt unser Augenmerk zunächst der bevorstehenden Saison. Am 28. Oktober startet der Vorverkauf, und wir möchten unseren Rekord aus dem Vorjahr übertreffen.