Dienstag, 24. Mai 2016

Ortstaxe: Urlauber müssen tiefer in die Tasche greifen

2018 wird ein intensives Jahr für die heimischen Touristiker. Einerseits tritt die Tourismus-Reform in Kraft und andererseits soll die Ortstaxe um rund 20 Prozent erhöht werden.

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Foto: © Sentres

Viel wurde im vergangenen Jahr wegen der Tourismus-Reform gestritten: So warfen Teile des LTS der Landesverwaltung vor, die Tourismusverbände und -vereine so zu organisieren, wie sie wollten, ohne dass die einzelnen Organisationen ein Mitspracherecht hätten. Schlussendlich hat man sich dann doch auf einen Kompromiss geeinigt (STOL hat berichtet). Dieser Kompromiss mit seinen 3 regionalen Managementeinheiten (RME) wird mit dem Jahr 2018 in Kraft treten.

Der Vorschlag kommt vom LH

Dies wird aber nicht die einzige Hürde sein, die der heimische Tourismus überwinden muss. Am Dienstag hat die Landesregierung nämlich auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher beschlossen, die Ortstaxe um rund 20 Prozent zu erhöhen. Das Ziel: Die Tourismuswerbung noch schlagkräftiger zu machen.

Bisher zwischen 0,7 und 1,3 Euro pro Nacht

„Ziel war es bei Einführung der Ortstaxe, durchschnittlich einen Euro pro Nächtigung einzuheben“, so Kompatscher. Doch die diesbezüglichen Gesamteinnahmen betrugen nur etwa 23 Millionen Euro – dies bei 29 Millionen Nächtigungen. Der bisherige Gästebeitrag betrug bisher zwischen 0,70 und 1,30 Euro pro Nächtigung, je nach Kategorie des Beherbergungsbetriebes.

Das Ziel: Mehr Geld für Werbung

Das Land will mit der Erhöhung dem höheren Budgetbedarf für das Marketing begegnen, das im Ländervergleich unter dem Durchschnitt liegt. „Dies sei mit den Tourismusorganisationen vereinbart so worden“, betont der Landeshauptmann.

Fast auf den Tag genau vor 4 Jahren ist das Landesgesetz in Kraft getreten, das die Finanzierung des Tourismus neu aufgestellt hat. Seither ruht die Tourismusfinanzierung auf drei Säulen: Beiträge des Landes Südtirol, der Kurtaxe sowie den Beiträgen der Betriebe. Vor allem die Ortstaxe war zu Beginn bei den Gastwirten umstritten. Seit seiner Einführung hat sich die Kritik jedoch gelegt. 

stol