Donnerstag, 12. Januar 2017

Padoan fordert strenge Strafen für Manager von Krisenbanken

Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat am Donnerstag von der Justiz strenge Strafen für Manager verlangt, die sich für Missstände bei Banken im Land verantwortlich gemacht hätten. „Diese Manager haben der Gemeinschaft, den Sparern und den Investoren Schäden verursacht und müssen bestraft werden“, sagte Padoan in einer Ansprache vor dem Parlament am Donnerstag.

Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat am Donnerstag von der Justiz strenge Strafen für Manager verlangt.
Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat am Donnerstag von der Justiz strenge Strafen für Manager verlangt. - Foto: © shutterstock

Der Minister sprach zugleich dem im vergangenen Herbst eingesetzten neuen Management der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) sein Vertrauen aus. Das Management genieße das Vertrauen der Regierung und soll bis zum Einstieg des Staates bei MPS im Amt bleiben, berichtete Padoan. Danach solle ein neuer Board ernannt werden. Der Minister zeigte sich überzeugt, dass die toskanische Bank, das drittgrößte Geldhaus des Landes, saniert werden könne.

20 Milliarden Euro zur Banken-Stabilisierung

Das italienische Bankensystem sei an einen „positiven Wendepunkt“ angelangt. Die Bedingungen für den Beginn einer positiven Phase nach der Konsolidierung der Bilanzen seien vorhanden. Padoan begrüßte die Übernahme von drei „Good Banks“ durch das Mailänder Geldhaus UBI. Die Regierung in Rom hatte vor Weihnachten einen 20 Mrd. Euro schweren Fonds zur Stabilisierung des italienischen Bankensektors ins Leben gerufen, der zunächst zur Rettung von MPS verwendet werden soll.

apa

stol