Der Minister gab zu verstehen, dass die Regierung voraussichtlich am Donnerstag ein Dekret verabschieden könnte, um bis zu 20 Mrd. Euro an neuen Schulden aufzunehmen. Damit soll der Staat im Notfall angeschlagene Banken retten. Details zum Dekret wollte Padoan keine enthüllen. Die Maßnahme muss vom Parlament abgesegnet werden. Er rief alle Oppositionsparteien zur Zusammenarbeit auf.Erhöhung Staatsschulden möglichDie Staatsverschuldung zu erhöhen könnte notwendig werden, um Maßnahmen umzusetzen, die auf den Schutz von Sparern abzielten, sollten sich Risiken im Finanzsektor verwirklichen, berichtete Padoan. Er schloss aus, dass die Aufnahme neuer Schulden zur Bankenrettung sich negativ auf Italiens Haushalt auswirken würde.Faule Kredite belasten BankenDer italienische Bankensektor ist schwer angeschlagen, die Geldhäuser ächzen unter einem Berg fauler Kredite. Besonders kritisch ist die Lage der Bank Monte dei Paschi di Siena, die gerade eine Kapitalerhöhung versucht, um Verluste bei der Auslagerung fauler Kredite ausgleichen zu können. Bis Ende des Jahres muss sie den im Sommer vereinbarten Rettungsplan erfüllen.Monte dei Paschi di Siena braucht frisches GeldAm Montag startete der Verkauf von neuen Aktien, der die Bank mit frischem Geld versorgen und Staatshilfeabwenden soll. Bis zum Jahresende soll das Eigenkapital um fünf Milliarden Euro aufgestockt werden. Gelingt das nicht, könnte die Bank um Staatshilfe bitten - was jedoch mit den europäischen Abwicklungsregeln schwer zu vereinbaren ist.apa