Die größte Gewerkschaft, die Cgil, hat die Unterschrift unter den Pakt aber verweigert. Ministerpräsident Mario Monti spricht dennoch von einem „wichtigen Schritt, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, aber auch für die Arbeiter und den Wohlstand.“Das Abkommen sei wirksam und innovativ, unterstrich Monti. Er hoffe, dass die Cgil den Pakt unterschreibe, wenn sie es „im Interesse der Arbeiter und des Landes für richtig erachtet.“Auch Wirtschaftsminister Corrado Passera ist überzeugt, dass es sich um einen wichtigen Schritt in Sachen Wettbewerbsfähigkeit handle.Er sei davon überzeugt, dass der Pakt „eine Stärkung des Gehalts und mehr Beschäftigung“ mit sich bringe.Cgil enttäuschtCgil-Chefin Susanna Camusso hat die Abmachung zwischen der Regierung und mehreren Gewerkschaften heftig kritisiert.„Das Abkommen ist enttäuschend. Das von den Unternehmen ausgearbeitete Dokument sieht Lohnkürzungen für die Arbeiter vor“, betonte Camusso.Die Regierung wälze die Kosten für den Wirtschaftsaufschwung auf die Arbeiter ab. „Eine Gelegenheit wurde verpasst“, erklärte die Chefin der Gewerkschaft. Das Klima bei den Verhandlungen mit der Regierung am Dienstagabend sei von Verlegenheit geprägt gewesen.stol