Dienstag, 23. Januar 2018

Pampers-Hersteller Procter & Gamble: Gewinneinbruch

Hohe Sonderbelastungen haben dem Gillette- und Pampers-Hersteller Procter & Gamble (P&G) zum Jahresende einen Strich durch die Bilanz gemacht. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um über zwei Drittel auf 2,5 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro) ein, wie der US-Konsumgüterriese am Dienstag in Cincinnati mitteilte.

Die Gewinne von Procter & Gamble (P&G) brachen in der vergangen letzten Jahreshälfte ein.
Die Gewinne von Procter & Gamble (P&G) brachen in der vergangen letzten Jahreshälfte ein. - Foto: © shutterstock

Ein Grund für den starken Rückgang war eine Sonderabgabe, die US-Konzerne im Zuge der Steuerreform auf im Ausland geparktes Vermögen zahlen müssen. Insgesamt wirkten sich die neuen Steuergesetze jedoch positiv aus, betonte das Unternehmen. Zudem hatte P&G im Vorjahr einen Sondergewinn aus dem Verkauf zahlreicher Kosmetikmarken eingestrichen, was den Vergleichswert aufblähte.

Nachfrage nach Schönheitsprodukten groß

Vor allem dank gestiegener Nachfrage nach Schönheitsprodukten lief das Tagesgeschäft zuletzt rund. Die Erlöse legten zwischen Oktober und Dezember um drei Prozent auf 17,4 Mrd. Dollar zu, was vor allem an Haar- und Körperpflegeartikeln (Pantene, Head & Shoulders, Olaz) lag. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,19 Dollar und lag über den Analystenschätzungen.

Auch beim Gewinnausblick übertraf P&G die Erwartungen der Wall Street leicht. Der Konzern hob seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr am oberen Ende etwas an und geht nun davon aus, dass das bereinigte Ergebnis je Aktie um fünf bis acht Prozent zulegt. Anleger reagierten dennoch verhalten auf die Quartalszahlen. Der Aktienkurs gab vorbörslich zunächst um rund 1,7 Prozent nach.

apa/dpa

stol