Samstag, 09. Juni 2018

Papst appelliert an Öl- und Investmentmanager

Die Chefs führender Ölkonzerne und Investmentunternehmen haben im Vatikan über eine Energiewende beraten. Papst Franziskus sprach von einer epochalen Herausforderung. Das Stillen des wachsenden Energiebedarfs auch in Entwicklungsländern dürfe nicht zu einem weiteren globalen Temperaturanstieg und neuer Armut führen, sagte der Papst bei einem Empfang zum Abschluss der Konferenz am Samstag.

Papst Franziskus kämpft gegen globale Probleme. - Foto: APA (AFP)
Papst Franziskus kämpft gegen globale Probleme. - Foto: APA (AFP)

Die Tagung am Sitz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften stand unter dem Thema „Energiewende und Sorge für unser gemeinsames Haus”. Zu den Teilnehmern gehörten die geschäftsführenden Manager von BP und Exxon, Bob Dudley und Darren Woods, der Chef des Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink, der frühere US-Energieminister Ernest Moniz und der Leiter des japanischen Pensionsfonds, Hiro Mizuno, zudem Mark Moody-Stuart als Direktor von Saudi Aramco und die Chefin des Ölkonzerns Occidental Petroleum, Vicki Hollub.

Franziskus verwies auf den „ungeheuren Energiebedarf” durch den massiven globalen Verkehr von Gütern, Menschen und Informationen.  Er warnte aber vor einer „Spirale von extremen Klimaveränderungen aufgrund eines katastrophalen globalen Temperaturanstiegs, härteren Umweltbedingungen und wachsender Armut”.

Besorgt äußerte sich der Papst über die fortgesetzte Suche nach neuen Vorkommen fossiler Brennstoffe. Das Pariser Klimaabkommen sehe vor, solche Lagerstätten ungenutzt zu lassen. Industrie, Investoren, Wissenschafter und Verbraucher müssten gemeinsam nach Alternativen suchen. „Die Zivilisation braucht Energie, aber der Gebrauch der Energie darf die Zivilisation nicht zerstören”, so der Papst.

apa

stol