Der angebotene Preis von 2,6 Euro pro Aktie sei zu niedrig und entspreche nicht dem wahren Wert Parmalats, so der Aufsichtsrat des norditalienischen Unternehmens.Der Aufsichtsrat kritisierte einige Aspekte des Plans, den Lactalis für Parmalats Übernahme vorgelegt hatte. Die Fusion der beiden Unternehmen sei keine Garantie für Synergieeffekte. Mit der Lactalis-Fusion würde Parmalat nicht in Schwellenländern expandieren, sondern lediglich in Märkten mit starker Konkurrenz einsteigen. Dies würde die Investitionen und Dividende des Unternehmens gefährden.Nach Angaben italienischer Medien will das Parmalat-Board Druck auf Lactalis ausüben, damit er das Angebot auf 2,8 Euro pro Aktie erhöhe. Diesen Preis hatte Lactalis den drei Fonds gezahlt, die ihm in den vergangenen Wochen einen 15,6-prozentigen Anteil an Parmalat verkauft hatten. Fraglich ist jedoch, ob Lactalis nachgeben wird.Der Galbani-Hersteller Lactalis – Europas größte Molkerei – will Parmalat für 3,4 Mrd. Euro ganz übernehmen. Die Franzosen halten bereits 29 Prozent an den Italienern. Die Regierung in Rom sieht den Ausverkauf italienischer Unternehmen mit Sorge, zeigte sich aber zuletzt versöhnlich. Erst kürzlich kündigte der französische Luxusgüterkonzern LVMH an, den italienischen Uhren- und Schmuckhersteller Bulgari zu kaufen. Zudem streiten italienische und französische Aktionäre um den italienischen Versorger Edison. apa