„Es ist eine komplexe Situation“, sagt Mayr auf Anfrage. Sie sei berufen worden, „um die ordentliche Verwaltung zu gewährleisten“. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehe dabei die „ernste Lage“, in die die Vereinigung geraten sei, sowie die Revision der vereinsinternen Unterlagen.<BR /><BR />Wie groß das Loch in der Bilanz ist, und wie es im Detail zustandekam, will Mayr nicht kommentieren. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“ Nach Mayrs Angaben haben einige Personen aus dem Umfeld der Vereinigung in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, mit Costa Kontakt aufzunehmen – ohne Erfolg. Auch für dieses Medium war er telefonisch nicht zu erreichen.<h3> Ausschuss automatisch aufgelöst</h3>Der Rücktritt Costas hat laut Statut automatisch auch Folgen für den bisherigen Ausschuss. Scheidet der Präsident einer regionalen AIS-Organisation aus, erlöschen zugleich die Mandate der übrigen Führungsgremien.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1370268_image" /></div> <BR />Costa stand seit 2022 an der Spitze der Sommeliervereinigung Südtirol und hatte damals Mayr abgelöst. Der 45-jährige Rechtsanwalt aus St. Christina war ein Quereinsteiger in der Weinwelt: Erst 2019 trat er der Sommeliervereinigung bei, drei Jahre später wurde er zu deren Präsidenten gewählt. Mayr wiederum hatte den Verein zuvor 20 Jahre lang, von 2002 bis 2022, geführt und entscheidend zu dessen Entwicklung beigetragen. Sie zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der heimischen Wein- und Sommelierszene.<BR /><BR />Die Sommeliervereinigung Südtirol unterhält ihr Büro in Terlan und ist die Südtiroler Landesorganisation der Associazione Italiana Sommelier (AIS). Sie wurde 1972 gegründet und zählt rund 500 Mitglieder. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aus- und Weiterbildung von Sommeliers, daneben organisiert die Vereinigung Verkostungen und Veranstaltungen rund um Wein und Weinkultur.<BR /><BR /><embed id="dtext86-76665140_quote" /><BR /><BR />Wann neu gewählt wird, steht derzeit noch nicht fest. „Wir gehen jetzt Schritt für Schritt vor. Wichtig ist, dass die Tätigkeit normal weitergeführt und der Verein weitgehend saniert wird.“