Donnerstag, 01. März 2018

Pendler klagen über Ausfälle im Bahnverkehr

Die dauernden Streiks und Ausfälle des öffentlichen Nahverkehr in Südtirol belasten Pendler sowie Bahn- und Buskunden in Südtirol zunehmend. Auch wegen des andauernden Tarifkonflikts bei Trenitalia und vor allem wegen des Konflikts bezüglich der Arbeitsbedingungen bei der SAD sind im Bahnverkehr im letzten Jahr insgesamt 295 Ausfälle zu verzeichnen gewesen.

Die dauernden Streiks und Ausfälle des öffentlichen Nahverkehr in Südtirol belasten Pendler sowie Bahn- und Buskunden in Südtirol zunehmend.
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Die dauernden Streiks und Ausfälle des öffentlichen Nahverkehr in Südtirol belasten Pendler sowie Bahn- und Buskunden in Südtirol zunehmend. - Foto: © shutterstock

Hinzu kommen noch die zahlreichen Ausfälle von Zügen durch höhere Gewalt: Störungen in der Infrastruktur, Defekte am Rollmaterial oder Ausfälle beim Personal. Dies passiert auch bei den Bussen. Und so sind die Pendler zunehmend leidgeprüft.

Eine Nachfrage im Mobilitätsassessorat hat für den Bahnverkehr eine wenig erfreuliche Entwicklung ans Licht gebracht. So sind die Ausfälle im Bahnverkehr ohne der Vinschger Bahn 2017 gegenüber 2016 um 39 Prozent gestiegen, jene wegen Streiks sogar um 57 Prozent. Diese gehen zum größten Teil auf das Konto der SAD.

Den Kunden missfällt es zunehmend, die Leidtragenden von mangelnder Problemlösungsbereitschaft zu sein. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) wird immer wieder aufgefordert verstärkt als Sprachrohr zu fungieren. Dazu meint der Geschäftsführer der VZS, Walther Andreaus: „ Viele Arbeitnehmer und viele Betriebe, Schüler und Schulen sind es satt der Willkür von Anbietern ausgesetzt zu sein, die mangels Problemlösungskompetenz andere belasten. Dazu kommt, dass auch die Informationspolitik oft nicht dazu beiträgt, die Unannehmlichkeiten zu vermindern.“

Gegen Betriebsstörungen soll vorgebeugt werden

Die VZS fordert die Verantwortlichen für Verbraucherschutz im Südtiroler öffentlichen Personennahverkehr sowie die Aufsichtsbehörde für die Regelung des Transportwesens (ART) auf, einzuschreiten und ein effizienteres Konfliktmanagement, welches nicht zu Lasten der Fahrgäste geht, in die Wege zu leiten.

Besonderes Augenmerk ist dabei auf das Risiko zu legen, dass die vorgesehenen Dienstleistungen aus betrieblich-technischen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen nicht oder nicht rechtzeitig, mit mangelnder Qualität oder nur fehlerhaft erbracht werden können.

Betriebsstörungen und Beeinträchtigungen bei den Kunden sollten vorbeugend verhindert beziehungsweise bei Eintreten strenger geahndet werden. „Nur durch entsprechendem Kostendruck und Strafgelder können Verbesserungen herbeigeführt werden. Es braucht auch keine kostspieligen Dritten für die Qualitätskontrolle. Es brauchen nur die im Dezember von der Landesregierung beschlossenen neuen Leitlinien für die Dienstqualität endlich bei Bahn und Bus angewandt werden“ so der Vorsitzende der VZS, Agostino Accarrino.

stol

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