Dank der 2012 in Kraft getretenen Reform Fornero werden bis zum Jahr 2021 80 Milliarden Euro eingespart werden, heißt es in einem Bericht der Fürsorgeanstalt INPS. Schon 2019 wird es mit den positiven Auswirkungen der Reform zu einem Rückgang der Pensionskosten von 1 Prozent des BIP kommen. Danach sollen die Rentenausgaben weiterhin fallen.Die Angaben zu den Auswirkungen der Pensionsreform auf die Staatsbilanzen wurden von den Gewerkschaften kritisiert. Die CGIL bezeichnete die Sparmaßnahmen als unerträgliche Belastung für Arbeitnehmer und Rentner.„Mit der Pensionsreform hat die Regierung Monti in die Taschen der Arbeitnehmer gegriffen und bereits beschlossene Regeln des Pensionssystems geändert. Damit sind wieder die Schwächeren am härtesten belastet worden“, hieß es in einer Stellungnahme des CGIL-Verbands.Verfassungsgericht kippt "Solidaritätsbeitrag" Für Diskussionen sorgte in Rom auch ein Urteil des Verfassungsgerichts, mit dem der von der Regierung Monti eingeführte „Solidaritätsbeitrag“ von fünf Prozent auf jenen Teil von Pensionen die über 90.000 Euro pro Jahr betragen und von 10 Prozent für Pensionen zwischen 150.000 und 200.000 Euro als verfassungswidrig bezeichnet wurde.Laut den Richtern sei diese Sonderabgabe, die nur einige Gruppen von Steuerzahlern belaste, nichts rechtskonform und widerspreche dem in der Verfassung verankerten Gleichheitsprinzip.Der Beschluss des Verfassungsgerichts löste heftige Diskussionen aus. „Die Kaste mit ihren goldenen Renten verteidigt ihre Privilegien abseits jeglicher Vernunft“, protestierte die Parlamentarierin Giorgia Meloni.D/mit