Booking.com selbst hat, wie von der Datenschutzgrundverordnung vorgesehen, kürzlich über eine Datenpanne informiert. In einer E-Mail an Nutzer räumte das Unternehmen ein, „dass unbefugte Dritte möglicherweise auf bestimmte Informationen in Zusammenhang mit Ihrer Buchung zugreifen können“. Dazu zählen etwa Namen, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Buchungsdetails. Zahlungsinformationen wurden hingegen laut eigenen Angaben nicht abgerufen.<h3> Täuschend echte Zahlungsaufforderungen</h3>Die geleakten Daten könnten nun von Kriminellen genutzt werden, um Betrugsversuche zu starten. „Häufig kontaktieren Betrüger die Betroffenen kurz nach einer Buchung unter dem Vorwand, es gäbe ein Problem mit der Zahlung“, berichtet Gunde Bauhofer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol. Sie kennt diese Masche, da bereits im vergangenen Jahr ähnliche Vorfälle bekannt geworden sind. <BR /><BR />Die Opfer werden unter Zeitdruck gesetzt: Sie sollen innerhalb einer kurzen Frist erneut zahlen oder ihre Kreditkartendaten übermitteln, da die Buchung ansonsten verfalle. Das Tückische dabei: Da die Betrüger echte Buchungsdetails nennen können, wirken diese Nachrichten oft täuschend echt.<h3> Wichtiges Detail abfragen</h3>Booking.com stellt in ihrer Mitteilung klar: Die Plattform fordert Nutzer niemals per E-Mail, Telefon oder WhatsApp zur Übermittlung von Kreditkartendaten oder zu Banküberweisungen auf, die von den ursprünglichen Zahlungsrichtlinien der Buchungsbestätigung abweichen.<BR /><BR />Um Kunden zusätzlich zu schützen, hat das Portal die PIN-Nummern bestehender Buchungen geändert. „Sollte man kontaktiert werden, sollte man den Absender nach der PIN-Nummer fragen. Wenn er diese nicht nennen kann, dann wird es recht wahrscheinlich ein Betrug sein“, erklärt Bauhofer. Zudem rät die Plattform bei Erhalt verdächtiger E-Mails, niemals auf Links zu klicken, und Rücksprache mit Booking.com zu halten.