Die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln zu verringern ist das erklärte Ziel der Südtiroler Obstwirtschaft. Laufende Beratung und Aufklärung, Erfahrungsaustausch und Information aus erster Hand für Obstbauern ist dazu besonders wichtig: Sie gehören zu den Kernaufgaben des Südtiroler Beratungsringes für Obst- und Weinbau, dessen Mitarbeiter die Bauern das ganze Jahr über begleiten und ihnen in allen Fragen rund um den Anbau und Pflanzenschutz zur Seite stehen. „Dass Südtirol ein so erfolgreiches Obstbaugebiet ist, verdanken wir vielen Faktoren: angefangen vom Fleiß der Bauernfamilien bis hin zum Bemühen, stets den neuesten Stand der Forschung und Technik zu kennen und anzuwenden“, erklären Obmann Manuel Santer und Ring-Koordinator Robert Wiedmer.Zum neuesten Stand der Technik zählen auch jene Sprühgeräte, die am Mittwoch, 29. Oktober, am Parkplatz beim Schwimmbad in Tramin vorgeführt wurden. Neue Düsen, Abdeckbleche und regelmäßige Wartung ermöglichen es, dass die Wirkstoffe für den Pflanzenschutz viel treffsicherer und punktgenauer dorthin gelangen, wo sie wirken sollen – nämlich auf die Pflanzen selbst. „Man kann den Unterschied in der Funktionsweise zwischen den neuen und älteren Modellen mit bloßem Auge erkennen. Davon haben sich hier in Tramin wieder einige hundert Bauern selbst überzeugen können“, so Wiedmer.Die Mitarbeiter des Beratungsringes um Bezirksleiter Paul Pernter, aber auch Techniker der Herstellerfirmen standen den Interessierten Rede und Antwort. Bei der Vorführung der neuen Sprühtechnik in einer Obstanlage informierten sich die Bauern über die optimale Anwendung der Sprühgeräte in der Praxis.Für Georg Kössler, Obmann des Südtiroler Apfelkonsortiums, sind Veranstaltungen wie jene von Tramin von großer Wichtigkeit für die Landwirtschaft: „Wer erfolgreich sein will, muss innovativ sein. Und Südtirols Apfelbauern sind innovativ, das hat sich auch beim Interesse für die neue Sprühtechnik wieder gezeigt.“ Die Südtiroler Obstwirtschaft arbeitet gemeinsam mit Institutionen wie der Laimburg und dem Beratungsring kontinuierlich an Neuerungen und Verbesserungen. Dies hat Südtirol zu einem der erfolgreichsten Anbaugebiete der Welt gemacht – „aber auf diesen Lorbeeren dürfen wir uns nicht ausruhen, im Gegenteil. Sie sind eine gute Basis für den Erfolg auch in Zukunft, den wir uns täglich erarbeiten müssen“, so Kössler.