Mittwoch, 08. Mai 2019

Pflegehilfskräfte in Südtirol und ihr knochenharter Job

Wochen, Monate, oft sogar Jahre leben sie mit unseren Eltern und Großeltern zusammen, pflegen und füttern sie, wechseln Windeln, gehen mit ihnen spazieren. Zurzeit gibt es in Südtirol knapp 4500 ausländische Pflegehilfskräfte. Und die meisten von ihnen nehmen viel in Kauf. Der „WIKU“ hat sich das Phänomen der „Badanti“ genauer angesehen.

Foto: APA
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Die Menschen in Südtirol werden immer älter und die meisten wünschen sich vor allem eines: ihren Lebensabend zu Hause verbringen zu dürfen. Doch ihre Kinder können oder wollen sie oft nicht pflegen, leben mit ihren eigenen Familien, sind beruflich eingespannt. Eine Osteuropäerin, die im Haushalt einzieht, scheint immer mehr Menschen als die beste Lösung.

Zumal es gar nicht einfach ist, für Opa oder Oma einen Platz in einem der 74 Südtiroler Seniorenwohnheime zu finden. Ob öffentlich oder privat – ihre 4200 Betten sind ständig belegt und die Wartelisten lang. Fast unmöglich ist es außerdem, eine einheimische Hauspflegehilfe zu finden. Wer qualifiziert ist, arbeitet in größeren Einrichtungen und nicht in Familien. Womit das Phänomen „Badanti“ in Zukunft nur noch relevanter werden dürfte.

Doch die Arbeit als Pflegehilfskraft ist  ein Knochenjob. „Wer diesen Weg wählt, verzichtet auf alles – auf Zuhause, auf die Kinder, auf Freunde und Familie“, sagt eine „Badante“, die nicht erkannt werden will, im  „WIKU“.  „Die Pflege ist kein Programm fürs Leben.“  

Im aktuellen „WIKU“ berichten Pflegerinnen und Experten über das Phänomen der „Badanti“, ihre Probleme – und die Probleme der Familien, in die sie einziehen.

Der WIKU ist Beilage der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol