Das Projekt des Brixner Architekturbüros Kerschbaumer Pichler & Partner zum Bau des NOI Techpark in Bruneck sei „eine überzeugende Antwort auf die Wettbewerbsaufgabe“, befand die Wettbewerbsjury unter der Leitung von Martin Vallazza (Business Location Südtirol). Weiter heißt es in der Begründung zum Siegerprojekt: „Die Transparenz der Fassade des Hauptgebäudes ist für eine Technik- und Bildungsinstitution angemessen. Die Baukörper werden gut in den städtischen Kontext eingewoben und schaffen interessante Durchblicke. Das Hauptgebäude ist auch bezüglich der Hauptsichtachsen von Altstadt und Bahnhof optimal positioniert.“ Modell des NOI Tech Bruneck. - Foto: Ivo CorráBaubeginn 2020Der NOI Techpark entsteht auf dem Gelände des derzeitigen Busbahnhofs von Bruneck, der in das neu entstehende Mobilitätszentrum Bruneck verlegt wird. Die BLS als Bauherr leitet nun zügig die Planung des Technologieparks ein: „Der Baubeginn ist für 2020 vorgesehen, der Bauabschluss für Mitte 2021“, so BLS-Direktor Ulrich Stofner. Die Projektkosten für den NOI Techpark belaufen sich auf rund 26 Millionen Euro. Wie bei der ersten Pressekonferenz zum Vorhaben im September 2017 angekündigt, ist es Landeshauptmann Arno Kompatscher gelungen, einen wesentlichen Teil der Finanzierung über den nationalen Wirtschaftsentwicklungsfonds FSC (Fondo per lo Sviluppo e la Coesione) zu sichern.Schwerpunkt Automotive„Schwerpunkt des NOI Techpark in Bruneck wird das Thema Automotive sein, da im und um den Hauptort des Pustertals die Südtiroler Automobil-Zulieferindustrie stark konzentriert ist“, sagt Hansi Pichler, Präsident von IDM Südtirol. IDM wird den Techpark in Bruneck – wie auch jenen in Bozen – als Betreibergesellschaft führen.Klaus Mutschlechner, Geschäftsführer des Unternehmens Intercable und Präsident des Netzwerks Automotive Excellence Südtirol, ergänzt, dass der Hauptzweck des NOI Techpark Bruneck darin bestehe, Unternehmen und Arbeitsplätze im Automotive-Sektor im Pustertal für die Zukunft abzusichern, da in dieser Industrie derzeit „bahnbreche Revolutionen und Neuerungen geschehen“, von der E-Mobilität bis hin zur Digitalisierung. „Der Technologiepark Bruneck mit Schwerpunkt Automotive ist eine konkrete Antwort auf die Notwendigkeit, einen Treffpunkt und Multiplikator für Klein- und Großbetriebe, Universität, Südtiroler Jugendliche, aber auch internationale Stakeholders und Talente zu realisieren“, so Mutschlechner.Räume für Wirtschaft, Universität und Bevölkerung„Das Raumprogramm für den NOI Techpark in Bruneck – er ist Teil des Südtiroler Technologieparks, der seit letztem Jahr in Bozen in Betrieb ist – sieht auf einer Nutzfläche von ca. 4.500 Quadratmeter verschiedene Räumlichkeiten vor, die alle im Dienst der gesamten Südtiroler Wirtschaft und der Allgemeinheit stehen“, erklärt BLS-Direktor Ulrich Stofner.Als wesentlicher Partner ist die Freie Universität Bozen vorgesehen. Sie wird im NOI Techpark Bruneck ein Zentrum für die duale universitäre Ausbildung einrichten, wo junge Leute berufsbegleitend einen Bachelor-Abschluss im Ingenieurstudiengang „Automation in Industrie- und Maschineningenieurwesen“ erlangen können, wie der Direktor der Universität, Günther Mathà, und Professorin Angelika Peer bei der Projektpräsentation betonten. Auch den Lehrgang für Tourismusmanagement und Sport- und Eventmanagement wird die Universität im Technologiepark in Bruneck anbieten.Bürger profitierenZu den Nutzern des NOI Techpark im Zentrum von Bruneck zählen auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt: „Das Gebäude wird einen Veranstaltungsbereich beinhalten, der auch der Gemeinde Bruneck zur Verfügung steht“, so der Bürgermeister Roland Griessmair. Zudem werden rund 470 Parkplätze für Anrainer und Besucher entstehen. „Der NOI Techpark wird ein zentraler Ort für die Wirtschaft, aber auch für die Bevölkerung im Pustertal“, so Griessmair.Der Architekturwettbewerb betraf nicht nur die Errichtung des Gebäudes für den NOI Techpark, sondern die Gestaltung des gesamten Areals. Deshalb sind im Projekt, das im Rathaus von Bruneck für die Öffentlichkeit ausgestellt ist, auch mögliche weitere Gebäude vorgesehen, die bei Bedarf zusätzlich errichtet werden können, sollten in Zukunft konkrete Nutzungsmöglichkeiten vorliegen.stol