Mittwoch, 08. März 2017

Plattner: „Streiks sind nicht die Lösung“

Der SAD-Streik am Mittwoch hat auch das Konsortium der Südtiroler Mietwagenunternehmer auf den Plan gerufen. Über 480 Dienste wickeln diese täglich in Südtirol ab. Egal um welche Probleme es geht, ein Streik wäre für sie undenkbar. So die Eigenaussage.

Der SAD-Streik am Mittwoch hat auch das Konsortium der Südtiroler Mietwagenunternehmer aufhorchen lassen.
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Der SAD-Streik am Mittwoch hat auch das Konsortium der Südtiroler Mietwagenunternehmer aufhorchen lassen.

Über 4000 Schüler transportiert das Konsortium der Südtiroler Mietwagenunternehmer (KSM) mit seinen Fahrern täglich und „bietet dadurch wertvolle Personentransportdienste vor allem in den peripheren Gemeinden im Land“, wie KSM-Präsident Martin Plattner am Mittwoch schreibt.

Mit Unverständnis reagieren das KMS auf den SAD-Streik, mit dem die Busfahrer „anscheinend auf verschiedene Missstände in ihrem Arbeitsverhältnis aufmerksam machen wollen“.

An Streiks sei im Rahmen ihrer Arbeit nicht zu denken, hält Plattner fest. Zum einen weil der KMS die kleinen Familienbetriebe seiner Fahrer als wertvolle Mitarbeiter einstufe, mit denen man Probleme offen anspreche und diese intern löse.

Zum anderen, weil der KMS eine Verantwortung gegenüber seinen Kunden habe. „Streiks sind kein geeignetes Instrument für die Austragung irgendwelcher Streitigkeiten“, zeigt sich der Präsident des KSM, Martin Plattner überzeugt.

Opfer der Streikaktion seien am Ende immer die Pendler, die mit effektiven Zwistigkeiten nichts zu tun hätten. „Als Dienstleister im Personennahverkehr ist es unser oberstes Ziel, die Schüler pünktlich und verlässlich in die Schule und wieder nach Hause zu und Pendler zu ihrem Ziel bringen. Egal um welche Probleme oder Schwierigkeiten es geht, es gibt alternative Wege, um diese aufzuzeigen, zu diskutieren und schlussendlich zu lösen.“, betont Plattner.

Und hofft, dass dieser Streik auch die Arbeit der Mietwagenunternehmer in ein positives Licht rücke, sodass deren Fahrern mehr Wertschätzung entgegengebracht werde und diese nicht diskriminiert würden.

Die schwache Streikbeteiligung habe hierzulande gezeigt, wie groß das Verantwortungsbewusstsein der KMS-Fahrer sei.

stol

stol