Mittwoch, 07. Januar 2015

Preise in Eurozone fallen

Die Preise in der Eurozone sind erstmals seit mehr als fünf Jahren gefallen und nähren damit die Furcht vor einer Deflation.

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Die Kosten für die Lebenshaltung sanken im Dezember zum Vorjahr um 0,2 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit fielen die Preise doppelt so stark wie von Experten erwartet.

Vor allem das deutlich verbilligte Öl entlastete das Portemonnaie der Konsumenten: Die Energiekosten fielen zum Vorjahr um 6,3 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt mit Sorge auf diese Entwicklung, da sie eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent anstrebt. Die fallenden Preise im Euroraum machen es wahrscheinlicher, dass die EZB bald gegensteuert.

Eine Deflation – also ein Preisverfall auf breiter Front – könnte auch zu sinkenden Löhnen und nachlassenden Investitionen führen und somit die Wirtschaft lähmen.

Das immer billigere Öl setzt die Währungshüter dabei unter Zugzwang: Der Preis für die weltweit wichtigste Sorte Brent fiel erstmals seit Mai 2009 wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar (42 Euro). Der Rohstoff kostete damit nur noch etwa halb so viel wie im Sommer. 

apa/reuters

stol