Mittwoch, 15. April 2015

Problem: Arbeitslosengeld nicht fristgerecht ausgezahlt

In letzter Zeit mehrten sich Berichte, wonach das „Nationalinstitut für Soziale Fürsorge“ (NISF/INPS) über einen längeren Zeitraum nicht imstande gewesen sei, das Arbeitslosen- bzw. Mobilitätsgeld auszuzahlen. Landesrätin Martha Stocker bestätigte nun: „Es entspricht den Tatsachen, dass die Auszahlung des Arbeitslosengeldes durch das NISF mit einigen Monaten Verzögerung erfolgt.“

Die Auszahlung des Arbeitslosengeldes erfolgt durch das NISF mit einigen Monaten Verzögerung.
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Die Auszahlung des Arbeitslosengeldes erfolgt durch das NISF mit einigen Monaten Verzögerung. - Foto: © D

Die Landesrätin räumte auf Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit ein, dass die Probleme alle Zweigstellen des NISF in Süd-Tirol betreffen. Da die Landesregierung hier keine primäre Zuständigkeit hätte, könne sie nur mit dem Institut reden und indirekt auf eine Verbesserung hinarbeiten.

Zur Verzögerung soll es aufgrund von aus Personalmangel gekommen sein.

"Menschen sind auf soziale Stütze angewiesen"
Für die Bewegung beweise diese Episode einmal mehr, welche täglichen Probleme mit der Zugehörigkeit Südtirols zu Italien verbunden seien. Menschen die auf die soziale Stütze angewiesen sind, können meist nicht lange auf das Geld warten.

"Sie befinden sich häufig in einer schwierigen Notlage. Diese Notlage wird durch die Unfähigkeit der italienischen Institutionen noch verschärft", so Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit.

Die Bewegung begrüße Stockers Aussagen, auf das NISF einwirken zu wollen, um die Situation der Betroffenen zu verbessern. "Langfristig braucht es aber endlich einen Paradigmenwechsel in der Südtroler Politik und die Sezession Süd-Tirols von Italien", so Zelger.

stol

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