Donnerstag, 09. Juli 2015

Profumo sieht Ansteckungsgefahr für Italien bei Grexit

Der Verwaltungsratspräsident der italienischen Traditionsbank Monte Paschi di Siena (MPS), Alessandro Profumo, früher lange Jahre Chef der Bank-Austria-Mutter UniCredit, hält eine Ansteckungsgefahr für Italien für möglich, kommt es zum Euro-Austritt Griechenlands (Grexit).

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Es gebe aber noch Spielraum zur Abwendung eines Grexits, sagte er im Interview mit der Mailänder Zeitung „Milano e Finanza“.

Dazu müsse sich aber „auf beiden Seiten das Verhalten ändern“. Europa wisse genau, „dass die Griechen nicht die heutigen Schulden zurückzahlen können“.

Sollte es aber tatsächlich zum Austritt kommen, „ohne dass es zu einem starken Neustart des europäischen Projekts kommt, könnte es zu Problemen kommen.

Wenn man nicht klar macht, dass der Euro ein unumkehrbarer Weg ist, werden sich viele fragen: Wer ist der nächste Austrittskandidat?“, fragte Profumo.

apa

stol