Dienstag, 04. Oktober 2016

Projekt Regiokorn: „Südtiroler Getreideernte ist eingefahren“

Der Sommer 2016 soll keine idealen Voraussetzungen für das Südtiroler Getreide geboten haben. „Aufgrund der hohen Niederschlagsmenge Anfang August war es besonders in den tieferen Lagen schwierig, das reife Getreide rechtzeitig zu dreschen“, erklärte Hannes Klocker vom Beratungsring Berglandwirtschaft (BRING). Doch obwohl einige Chargen die vorgegebenen Qualitätsvorgaben nicht erreichten, ist er mit dem Ergebnis zufrieden: „Die diesjährige Ernte weist im Allgemeinen eine bessere Qualität auf als erwartet und auch die Erträge sind durchwegs gut ausgefallen.“

Seit 5 Jahren besteht das Projekt "Regiokorn". - Foto: IDM/Blickle
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Seit 5 Jahren besteht das Projekt "Regiokorn". - Foto: IDM/Blickle

Die Erntemenge beläuft sich genau wie im letzten Jahr auf insgesamt 291 Tonnen, schreibt die IDM am Dienstag in einer Aussendung. Davon entfallen 140 Tonnen auf Roggen und 80 Tonnen auf Bioroggen; außerdem wurden 39 Tonnen Dinkel und 32 Tonnen Biodinkel eingefahren. Der Ertrag an Roggenkorn steigt im Vergleich zum Vorjahr an, während eine etwas geringere Menge an Dinkel geerntet wurde.

Qualitätszeichen Südtirol an Kriterien gebunden

Das Getreide wird für Brot und Backspezialitäten mit dem Qualitätszeichen Südtirol verwendet. Brot und Backspezialitäten mit dem Qualitätszeichen müssen zu mindestens 75 Prozent aus Südtiroler Getreide bestehen und werden nach traditionellen Rezepten hergestellt.

Sie dürfen keinerlei Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder chemische Zusätze, sondern nur natürliche Lockerungsmittel wie Hefe oder Sauerteig enthalten. Permanente und unabhängige Kontrollen stellen sicher, dass diese Qualitätskriterien eingehalten werden, so die IDM am Dienstag.

„Regiokorn“ besteht seit 5 Jahren

Seit mittlerweile fünf Jahren baut das Projekt Regiokorn ein Netzwerk bestehend aus Bauern, Mühlen und Bäckereien auf und setzt sich für einen qualitätsorientierten Getreideanbau in Südtirol ein.

Die Initiative geht auf den TIS innovation park und die Export Organisation Südtirol (heute IDM Südtirol), den Südtiroler Bauernbund, das Versuchszentrum Laimburg sowie den Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol zurück.

55 bäuerliche Betriebe mit insgesamt 82 Hektar Ackerfläche sowie die Meraner Mühle tragen entscheidend zum Gelingen des Projekts bei. Das gemeinsame Ziel ist es, regionale Getreideprodukte zu fördern und die Vielfalt der Kulturlandschaft Südtirols zu pflegen.

stol

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