Montag, 05. Januar 2015

Rabenschwarzer Tag für Europas Leitbörsen

Die europäischen Leitbörsen sind am Montag nach einem inferioren Handelstag einheitlich tiefrot aus dem Handel gegangen. Der Euro fiel fast auf ein Neunjahres-Tief.

Foto: © APA/EPA

Der Euro-Stoxx-50 brach um satte 116,30 Einheiten oder 3,70 Prozent auf 3.023,14 Zähler ein. Die extremen Verluste wurden insbesondere durch Sorgen um ein Wiederaufflammen der „Grexit“-Diskussion, also einem Austritt von Griechenland aus dem Euroraum, ausgelöst.

Der sogenannte „Grexit“ könnte erhebliche Folgen für die europäische Konjunktur haben, schreiben Ökonomen.

Am Ende des Euro-Stoxx-50 fanden sich im tiefroten Bereich die Titel von Eni und Total mit einem Minus von 8,36 bzw. 5,98 Prozent wieder. Die Nordseesorte Brent Oil riss ein negatives Vorzeichen von nicht weniger als 6,22 Prozent auf unter 53 Dollar auf. Einen inferioren Handelstag erlebten außerdem Banktitel. Mit einem Minus von über vier Prozent mussten gleich 8 Geldhäuser im Euro-Stoxx aus dem Handel gehen. Am schlimmsten erwischte es die Titel der UniCredit mit minus 6,62 Prozent und Intesa Sanpaolo mit minus 5,95 Prozent.

Besser zeigten sich dagegen mehrheitlich die Titel von Fluggesellschaften. Diese könnten von gefallenen Spritpreisen profitieren, hieß es aus dem Handel. Die Aktien von Air France-KLM konnten nach einem zwischenzeitlich deutlichen Plus immerhin noch mit einem Plus von 2,10 Prozent aus dem Handel verabschieden. Als großen Profiteur des niedrigen Euros sehen Händler auch die Titel von Airbus, die mit plus 0,30 Prozent als einziger Wert im Euro-Stoxx-50 einen Gewinn erreichten.
In Mailand gingen Luxottica mit einem Plus von 0,99 Prozent aus dem Handel. Der schwache Euro macht die Produkte des Luxus-Brillenherstellers außerhalb Europas billiger.

stol