Die 39 Raiffeisenkassen, die dem gemeinsamen Haftungsverbund angehören, erzielten 2025 ein Jahresergebnis von 219 Millionen Euro nach Steuern – ein Plus von 5,5 Prozent. Gemeinsam mit der Raiffeisen Landesbank lag der Gewinn bei 246 Millionen Euro. <BR /><BR />Auch bei den Kundengeldern legten die Raiffeisenkassen zu. Die Einlagen stiegen auf 14,5 Milliarden Euro, ein Plus von 6,6 Prozent. Die Ausleihungen beliefen sich auf 9,7 Milliarden Euro und lagen damit um 1,0 Prozent über dem Vorjahr. Gleichzeitig wurde die Kapitalausstattung weiter gestärkt: Die harte Kernkapitalquote der Raiffeisenkassen stieg auf 30,2 Prozent. Mit 164 Geschäftsstellen in 103 Gemeinden bleiben die Raiffeisenkassen nach eigenen Angaben der wichtigste Bankpartner in Stadt und Land.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75143045_quote" /><BR /><BR />Der Raiffeisenverband ist der größte Genossenschaftsverband Südtirols. Ihm gehören 367 Mitgliedsorganisationen an, das entspricht 41 Prozent der im Landesregister eingetragenen Genossenschaften. „Der Verband war 2025 trotz vieler Veränderungen auf Kontinuität und Stabilität ausgerichtet“, sagte Generaldirektor Christian Tanner, der zu Jahresbeginn Robert Zampieri nachfolgte.<h3> Minus 13 Prozent im Weinbereich</h3>Die Landwirtschaft blickt laut Verband auf ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr zurück. Die Obstgenossenschaften vermarkteten im Geschäftsjahr 2024/25 knapp 980.000 Tonnen Äpfel aus der Ernte 2024. Die Auszahlungen an die Mitglieder beliefen sich auf 573 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer, ein Plus von 8,4 Prozent.<BR /><BR />Auch die genossenschaftliche Milchwirtschaft legte zu. Sie verzeichnete eine Milchanlieferung von 396.000 Tonnen. In dieser Zahl ist auch Milch aus der Region Wipptal in Nordtirol enthalten. An die Mitglieder wurden 285 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer ausbezahlt, um 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr.<BR /><BR />Weniger gut lief es für die Kellereigenossenschaften. Sie waren im Geschäftsjahr 2024/25 mit einer schwierigeren Marktlage und einer geringeren Erntemenge aus der Lese 2024 konfrontiert. Die Auszahlungen an die Mitglieder gingen auf 87 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer zurück. Das entspricht einem Minus von 12,7 Prozent. Laut Verband machen sich auch veränderte Konsumgewohnheiten zunehmend bemerkbar.<BR /><BR />Im Energiesektor verwies der Verband auf die Fusion von Raiffeisen Energy und Südtiroler Energieverband SEV. Ende 2025 zählte der Verband 60 Energiegenossenschaften mit mehr als 28.000 Mitgliedern.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75142919_quote" /><BR /><BR />Die Mitgliedsorganisationen erwirtschafteten gemeinsam eine Bruttowertschöpfung von knapp einer Milliarde Euro. Laut Verband entspricht das rechnerisch rund 4.000 Euro je Südtiroler Haushalt. Insgesamt zählt das Raiffeisen-System rund 200.000 Einzelmitglieder. Damit ist etwa jeder dritte Südtiroler Mitglied einer Raiffeisen-Genossenschaft. Verbandsobmann Herbert Von Leon bezeichnete die Raiffeisen-Genossenschaften als „Wirtschaftsfaktor, Motor regionaler Entwicklung und verlässlicher Partner für die Menschen vor Ort“.