<BR />Geprägt war das Jahr 2025 laut Mitteilung von mehreren Faktoren: den Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank, einer weiter rückläufigen Inflation, dynamischen Aktienmärkten sowie geopolitischen Unsicherheiten.<h3> „Kunden zahlen pünktlich zurück“</h3> Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der Bilanz wider. So sind die Ausleihungen aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten leicht zurückgegangen – um 0,82 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Gleichzeitig betont die Bank die weiterhin gute Qualität der vergebenen Kredite. „Die Kundinnen und Kunden zahlen ihre Kreditraten pünktlich, denn die Wirtschaft Südtirols ist sehr stabil“, erklärte Generaldirektor Simon Ladurner. Die sogenannte Non-Performing-Loan-Rate, also der Anteil notleidender Kredite, hat sich gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert und liegt nun bei 3,15 Prozent. <BR /><BR />Zulegen konnten hingegen die direkten Kundeneinlagen: Sie stiegen um 7,72 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro. Die indirekten Einlagen (Investmentfonds, Obligationen Dritter, Aktien, Lebensversicherungen) beliefen sich zum Jahresende auf 3,27 Milliarden Euro (plus 3,81 Prozent).<h3> Zinsüberschuss geht zurück</h3>Auch die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (von 3,15 auf 2,15 Prozent) wirkten sich auf die Bilanz aus: Der Zinsüberschuss sank um 7,5 Prozent auf 50,15 Millionen Euro. <BR />Demgegenüber entwickelten sich die Provisionserträge positiv. Der Provisionsüberschuss stieg um 12,28 Prozent auf 19,95 Millionen Euro.<h3> Reingewinn gesteigert</h3>Unterm Strich hat die Raiffeisen Landesbank 2025 wieder mehr verdient: Der Gewinn vor Steuern lag Ende des abgelaufenen Jahres bei 38,68 Millionen Euro, der Reingewinn bei 27,14 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von rund zehn Prozent. „Unser erwirtschafteter Reingewinn ist ein Erfolg, der auch auf die starke und verlässliche Zusammenarbeit im Raiffeisenverbund zurückzuführen ist. Er stärkt die Stabilität der gesamten Raiffeisen-Organisation“, sagte Präsident Hanspeter Felder. <BR /><BR />Die Gesellschafterversammlung hat gestern die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von sieben Millionen Euro beschlossen. <h3> Kennzahlen erreicht</h3>Auch mit den wichtigsten Bankkennzahlen zeigt sich die Bankenführung zufrieden, alle wesentlichen Planwerte und Kennzahlen im Kerngeschäft seien erreicht worden. Das „Cost-Income-Verhältnis“, das bekannteste Maß für Effizienz bei Banken, etwa, liegt demnach mit 50,30 Prozent weiterhin im europäischen Spitzenfeld, wie die Bank betont. Die harte Kernkapitalquote (sogenannte „CET-1-Quote“) sei mit 23,23 Prozent sogar „hervorragend“ und weit über den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Das Eigenkapital der Raiffeisen Landesbank Südtirol liegt mit 529,25 Millionen Euro um 3,99 Prozent über dem Vorjahreswert.<BR /><BR />Auch die Umsetzung des Strategieplans 2024-2027 laufe erfolgreich, wichtige Neuerungen seien eingeführt und strategische Projekte umgesetzt worden. Ziel ist es, die Rolle der Landesbank als Kompetenzzentrum für die Raiffeisenkassen und auf die Beratung der Firmenkunden zu stärken. <h3> Der Ausblick</h3>Für heuer geht die Bank von einem leichten Wachstum bei den Kundeneinlagen und den Ausleihungen aus, rechnet aber auch damit, dass der Druck auf den Zinsüberschuss weiter zunehmen wird. Alles in allem schaut die Bank mit Zuversicht auf das Jahr 2025, trotz aller Unsicherheiten: „Die Zahlen, die wir im Tagesgeschäft sehen, bleiben robust, die Südtiroler Wirtschaft wächst weiter. Mit unserem klaren Fokus auf die Unterstützung der Südtiroler Unternehmen und Raiffeisenkassen sehen wir dem laufenden Geschäftsjahr optimistisch entgegen“, sagte Generaldirektor Ladurner.