Freitag, 08. April 2016

Rat der Meister: Ziele und Leitlinien für 2016 definiert

Südtiroler Meisterbund: Nach zweijähriger erfolgreicher Tätigkeit hat sich der Rat der Meister vor wenigen Tagen im Rahmen eines Zukunftsworkshops neue Ziele und Leitlinien gesetzt. „In erster Linie wollen wir als Interessensvertreter für Meister wahrgenommen werden“, unterstreicht Obermeister Martin Haller.

Obermeister Martin Haller
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Obermeister Martin Haller

Im Dezember 2013 wurde der Meisterbund als Sprachrohr der Südtiroler Meisterinnen und Meister und als Kooperationsprojekt der Wirtschaft vorgestellt. Was im Kleinen startete ist heute eine Vereinigung mit über 400 Mitgliedern und einem regen Tätigkeitsprogramm. „Wir konnten in diesen beiden Jahren einiges bewirken, vor allem, dass der Meister wieder in der Bevölkerung wahrgenommen wird“, freut sich Obermeister Martin Haller.

Vor allem die kürzlich gestartete Imagekampagne des Meisterbundes mit dem klaren Slogan „Du wirst nicht schöner, aber besser. Als Meister“ hat zu erhöhter Aufmerksamkeit beigetragen. 

Im Rahmen eines Zukunftsworkshops hat sich der Rat der Meister nun neue Ziele und Leitlinien gesetzt. Prioritär gelte es, den Meister als Titel aufzuwerten und als der Interessensvertreter für die Südtiroler Meisterinnen und Meister wahrgenommen zu werden. „Meister verfügen über eine hochqualifizierte Ausbildung, diese muss auch entsprechend anerkannt und honoriert werden“, so der Tenor in der Runde.

Der Meister soll endlich als Bildungsgrad bei offiziellen Umfragen, Ansuchen und vor allem in Dokumenten angeführt werden können, lautete eine zentrale Forderung. Ein großer Wunsch ist außerdem, dass der Meister in Zukunft auch als Titel geführt werden kann. „Warum soll dieses Recht nur Akademikern vorbehalten sein?“, fragen sich die Meister.

Ein weiterer Anspruch der Meister ist die Berechtigung zur Ausübung bestimmter Tätigkeiten, die bislang Technikern vorbehalten sind. „Dies betrifft vor allem das Bauhaupt- und Baunebengewerbe“, erklärt der Obermeister Martin Haller. Auch in öffentlichen Stellenausschreibungen soll der Meister Berücksichtigung finden. „Es ist für uns unverständlich, dass der Meisterbrief keine Voraussetzung darstellt, um als Fachlehrer an der Berufsschule zu unterrichten“, waren sich die Mitglieder des Rates der Meister einig.

In den kommenden Monaten sollen mehrere Aussprachen mit politischen und institutionellen Vertretern stattfinden, wo die Probleme, Vorschläge und Anregungen vorgebracht werden.

Weiter ausgebaut werden soll die erfolgreich gestartete Imagekampagne. „Unser Ziel, die Sichtbarkeit des Meisterbundes zu erhöhen erfüllen wir auch dieses Wochenende, wo wir mit einem eigenen Stand auf der Tipworld in Bruneck vertreten sind“, freut sich Obermeister Martin Haller.

stol