Die Bonität werde um eine Stufe auf die Note „BB-“ von bisher „BB“ gesenkt, teilte die Agentur am Dienstag mit. Auch der Ausblick sei negativ. S&P ist in Sorge, das die neue Regierung in Belgrad trotz des großen Fiskaldefizits der Haushaltskonsolidierung nicht die nötige Priorität einräumt. Das neue Zentralbankgesetz schwäche zudem die Unabhängigkeit der Institution und drohe die „monetäre Stabilität“ des Landes zu untergraben.Die nationalkonservative Regierung ernannte jüngst mit Jorgovanka Tabakovic eine ehemalige Ministerin unter dem später als Kriegsverbrecher angeklagten Präsidenten Slobodan Milosevic zur neuen Chefin der Notenbank. Der frühere Zentralbank-Gouverneur und dessen Stellvertreter traten aus Protest gegen ein neues Gesetz zurück, das der Regierung mehr Kontrolle über die Notenbank verschafft. Am Dienstag folgen drei weitere Ratsmitglieder der Zentralbank ihrem Beispiel. Die Landeswährung Dinar fiel auf ein Rekordtief zum Euro.Die EU hat erklärt, mit dem Zentralbank-Gesetz würden die Bemühungen Serbiens um einen Beitritt zu der Staatengemeinschaft zurückgeworfen. Trotz dieses Risikos verabschiedete das serbische Parlament am Samstag das Gesetz. Die Regierung erhält dadurch deutliche Mitspracherechte bei personellen Fragen der Banken-Führung und kann das Handeln der Bank im Sinne ihrer Politik beeinflussen. apa/reuters