Freitag, 10. Mai 2019

Rechte beim Online-Shopping geltend machen

Das „Shoppen” im Internet gehört mittlerweile zum Alltag: Mehr als 55 Prozent der Südtiroler geben an, Waren oder Dienste im Internet zu kaufen. Damit Verbraucher auch im digitalen Binnenmarkt ihre Rechte wahren können, hat die Europäische Union die ODR-Plattform („online dispute resolution“) zur Online-Streitbeilegung eingerichtet.

Onlinekäufe können mit so einigen Fallstricken aufwarten.
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Onlinekäufe können mit so einigen Fallstricken aufwarten.

Doch leider fehlen bei mehr als einem Drittel der jüngst von der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) überprüften Südtiroler Webshops sämtliche Informationen über diese Möglichkeit.

Onlinekäufe können mit so einigen Fallstricken aufwarten, und für die Käufer ist es nicht immer einfach, die eigenen Rechte geltend zu machen. Eine Möglichkeit stellt die Plattform zur Online-Streitbeilegung dar, welche eigens von der Europäischen Kommission eingerichtet wurde.

Link, um Beschwerden einzureichen

Die EU-Regelungen verpflichten Online-Händler, ihre Kunden über die Existenz dieser Plattform zu informieren, und auf den Webshops direkt den Link anzugeben, unter welchem die Verbraucher die Beschwerde einreichen können.

Doch leider befolgen nur wenige Händler diese Auflagen. Eine Stichproben-Untersuchung der VZS im Frühjahr 2019, bei der knapp 250 Online-Shops in Südtirol und im Trentino unter die Lupe genommen wurden, zeigt: Nur 103 von 250 Shops informieren die Verbraucher korrekt über die ODR-Plattform – die restlichen fast 60 Prozent der Shops geben gar keine Information über die Verbraucherrechte.

Die Situation ist durchaus als gravierend zu bezeichnen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Pflicht seit 2016 besteht.

Situation hat sich seit 2016 gebessert

Die Information ist vor allem im benachbarten Trentino mehr als lückenhaft: Dort liegt der Anteil der transparent informierenden Webshops bei nur 9,3 Prozent. Etwas besser fahren Verbraucher, die in Südtirol online kaufen: Dort informieren immerhin fast 58 Prozent der Webshops korrekt über Verbraucherrechte.

Im Vergleich zu 2016 hat sich die Situation merklich verbessert.

So machen Sie Ihre Rechte geltend

Über ein Portal kann man einen Streitfall aus Online-Käufen von Gütern oder Dienstleistungen zur außergerichtlichen Schlichtung einreichen. Das Verfahren ist zum einen gänzlich online abwickelbar, und ist für die Verbraucher und Unternehmen vollständig kostenlos.

stol

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