Dienstag, 23. Februar 2016

Reform verabschiedet: Alles neu im heimischen Tourismus

Die Tourismusreform ist unter Dach und Fach. Am Dienstagnachmittag hat die Arbeitsgruppe Tourismus das Konzept für die Reorganisation der Tourismusorganisation verabschiedet.

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Mit dem Beschluss wird ein Schlussstrich unter einer langen und kontroversen Diskussion zwischen Land, Tourismusorganisationen und HGV gezogen.

Bereits 2014 hat Landeshauptmann Arno Kompatscher die sogenannte Arbeitsgruppe Tourismus eingesetzt, um die Finanzierung der Tourismusorganisationen und des touristischen Marketings zu sichern. Es ging zunächst darum, über das Drei-Säulen-Modell eine Summe von mindestens 70 Millionen Euro aufzutreiben, ohne die bürokratisch aufwendige Tourismusabgabe einführen zu müssen.

Im Zuge dieses Prozesses wurde auch eine Ist-Analyse gemacht, um eventuelles Verbesserungspotenzial sichtbar zu machen.

Und es wurde sichtbar: bei den Tourismusorganisationen. Es gebe zu viele Ebenen, so der Succus der Studie. Dies führe zu Doppelgleisigkeiten.

RME: Eine Abkürzung, die man sich merken sollte

Also wurde ein Konzept erstellt, um die Abläufe effizienter und die Strukturen schlanker zu gestalten. Schlussendlich einigte sich die Arbeitsgruppe auf das Modell der sogenannten Regionalen Management Einheiten (RME). Diese 3 Einheiten sollen künftig die aktuellen 10 Tourismusverbände ablösen und der SMG bzw. dem IDM unterstellt werden.

Genau das aber wollte weder der Landesverband der Tourismusorganisationen (LTS), noch Teile des HGV. Die Tourismusverbände bzw. RME müssten selbstständig und unabhängig von SMG sein, lautete die Kritik noch im Herbst. Also sah sich die Arbeitsgruppe gezwungen, die Diskussion wieder zu eröffnen.

RME sind beschlossene Sache

Am Dienstag fand dieser Prozess nun ein Ende: Die Arbeitsgruppe beschloss das Modell der RME. Die einzelnen RME-Teams werden bei IDM angestellt, aber regional angesiedelt sein, um im regen Austausch mit den Tourismusvereinen zu stehen.

„Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die Governance von unten nach oben aufgebaut ist, was die Rolle der Tourismusvereine stärkt“, unterstreicht Landeshauptmann Kompatscher. „Außerdem werden die RME dafür sorgen, dass starke Regionalmarken wie Gröden, Seiser Alm oder Hochpustertal gestärkt und nicht wie befürchtet geschwächt werden.“

Am 7. März wird die Arbeitsgruppe das Konzept den Tourismusvereinen und -verbänden vorstellen. 2016 und 2017 dienen als Übergangsjahre – operativ wird die neue Tourismusstruktur laut Arbeitsgruppe am 1. Jänner 2018 sein.

stol

stol