Rehn sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Straßburg, er vertraue auch darauf, dass Finnland dem Paket im Interesse der Finanzstabilität Europas zustimme. In Finnland zunächst diskutierte Forderungen, sich weniger zu beteiligen, weil finnische Banken nur wenige portugiesischen Anleihen hätten, wären „nicht fair“.„Es geht hier nicht um die Rettung deutscher oder französischer Banken, sondern um die finanzielle Stabilität“, sagte Rehn. Das mit Portugal ausverhandelte Reformprogramm sei „herausfordernd, aber fair und notwendig“. Wichtigstes Ziel sei die Schaffung von Wachstum und Beschäftigung durch Reformen. Die Zinsen, welche Portugal für die Kredite des Euro-Rettungsschirms und des IWF zu zahlen hat, werden nach Angaben von Rehn „irgendwo über fünfeinhalb Prozent aber deutlich unter sechs Prozent“ liegen.Rehn wollte sich nicht zu Kommentaren des portugiesischen Ministerpräsidenten Jose Socrates äußern, wonach das portugiesische Sparprogramm weniger hart als jenes für Griechenland und Irland sei. „Ich will mich nicht in die Innenpolitik einmischen, vor allem nicht im Wahlkampf“. Das portugiesische Programm sei anders als die Sparpläne für Irland und Griechenland. Rehn sagte überdies, er rechne auch in Kürze mit einer Einigung zwischen der EU und Irland im Streit über die von Dublin geforderten niedrigeren Zinsen für die EU-Hilfe. apa